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Südchinesisches Meer: China drängt offenbar US-Zerstörer ab

Umstrittene Region  

Südchinesisches Meer: China drängt offenbar US-Zerstörer ab

12.07.2021, 16:58 Uhr | dru, t-online

Südchinesisches Meer: China drängt offenbar US-Zerstörer ab. Die USS "Benfold": Der Zerstörer soll von der chinesischen Marine Hunderte Kilometer vor der chinesischen Küste abgedrängt worden sein. (Quelle: imago images/ZUMA Wire)

Die USS "Benfold": Der Zerstörer soll von der chinesischen Marine Hunderte Kilometer vor der chinesischen Küste abgedrängt worden sein. (Quelle: ZUMA Wire/imago images)

Im Südchinesischen Meer ist es erneut zu einem Zwischenfall gekommen. Auslöser war die Anwesenheit eines US-Zerstörers. China fühlt sich provoziert. Doch Den Haag sieht Peking im Unrecht.

Chinas Marine hat nach eigenen Angaben ein US-Kriegsschiff im Südchinesischen Meer abgedrängt. Das Schiff sei nahe der Paracel-Inseln illegal in chinesische Gewässer eingedrungen, teilte das Kommando Süd der Volksbefreiungsarmee mit. Das stelle eine ernsthafte Verletzung der chinesischen Souveränität dar und unterminiere die Stabilität im Südchinesischen Meer, hieß es von chinesischer Seite.

Die US-Marine widersprach. Der Zerstörer USS "Benfold" habe sich im Einklang mit Seerechten und internationalen Regularien im Umkreis der Paracel-Inseln bewegt, hieß es in einem Statement. Mit der Durchfahrt, die vorher nicht angemeldet wurde, hätten die Vereinigten Staaten die unrechtmäßigen Beschränkungen angefochten, die von China und anderen Anrainerstaaten auferlegt worden waren.

Auch Taiwan und Vietnam erheben Anspruch auf das Gebiet

Die Paracel-Inseln, eine Gruppe von Korallenatollen, liegen rund 330 Kilometer südöstlich der Insel Hainan sowie 400 Kilometer östlich von Vietnam. Sowohl China, Taiwan wie auch Vietnam erheben Anspruch auf das Gebiet, unter dem wertvolle Ressourcen in der Erde liegen. China beansprucht jedoch darüber hinaus die Kontrolle über mehr als 80 Prozent des Südchinesischen Meeres, inklusive der dortigen Ressourcen.

Der Vorfall fällt zugleich auf ein besonderes Datum. Vor fünf Jahren, am 12. Juli 2016, wies das Ständige Schiedsgericht in Den Haag die Hoheitsansprüche Pekings auf die gesamte Südchinesische See zurück. China hat das Urteil bis heute nicht akzeptiert und stuft die Anwesenheit der "Benfold" in der Region nun als Provokation ein.

US-Außenminister Anthony Blinken kommentierte den Vorgang am Montag: "Nirgendwo wird die regelbasierte maritime Ordnung derart bedroht wie in der Südchinesischen See. Die Staaten entlang der Küsten werden von der Volksrepublik China fortlaufend genötigt und eingeschüchtert. Das stellt eine Bedrohung der freien Seefahrt in dieser so wichtigen Meerespassage dar."

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