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US-Regierung: Assad verbrennt die Leichen seiner Gefangenen

USA klagen an  

Verbrennt Assad massenhaft Leichen?

15.05.2017, 19:53 Uhr | AFP

US-Regierung: Assad verbrennt die Leichen seiner Gefangenen. Das Mitärgefängnis Saidnaja auf einer undatierten Illustration, 30km nördlich von Damaskus, Syrien. (Quelle: «Forensic Architecture/Amnesty International/dpa)

Das Mitärgefängnis Saidnaja auf einer undatierten Illustration, 30km nördlich von Damaskus, Syrien. (Quelle: «Forensic Architecture/Amnesty International/dpa)

Die US-Regierung hat den syrischen Machthaber Baschar al-Assad des Massenmordes an Gefangenen beschuldigt. Satellitenfotos sollen Indizien dafür liefern.

Das Außenministerium in Washington hat Satellitenaufnahmen eines Gebäudes innerhalb der Haftanstalt Saidnaja nördlich von Damaskus präsentiert, bei dem es sich um ein Krematorium handeln soll. Dort seien die Leichen exekutierter Häftlinge vernichtet worden, sagte Nahost-Abteilungsleiter Stuart Jones.

Die Satellitenaufnahmen sollen vom April 2017, April 2016, Januar 2015 und Januar 2013 stammen. In der Unterschrift eines der Bilder ist von "geschmolzenem Schnee auf einem Teil des Daches" die Rede. Dies belegt laut Jones, dass es sich bei dem Gebäude um ein Krematorium handelt.

Mittels des Krematoriums versuche die Assad-Regierung, "das Ausmaß der in Saidnaja verübten Massenmorde zu kaschieren", sagte der Außenamtsvertreter. Er appellierte an den syrischen Staatschef, "die Gräuel zu beenden".

Massenhinrichtungen in syrischem Gefängnis. (Quelle: dpa/Amnesty International)Massenhinrichtungen in syrischem Gefängnis. (Quelle: Amnesty International/dpa)

Amnesty International hatte bereits im Februar den Vorwurf erhoben, dass in Saidnaja tausende Häftlinge ermordet worden seien. Zwischen 2011 und 2015 hätten Regierungstruppen dort bis zu 13.000 Menschen hingerichtet. Die Menschenrechtsorganisation äußerte damals auch die Vermutung, dass die Massenmorde in dem Gefängnis bis heute andauerten.

US-Präsident Donald Trump hatte im April einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe mit Raketen beschießen lassen. Er reagierte damit auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff durch Assads Luftwaffe in der von Rebellen kontrollierten Kleinstadt Chan Scheichun, bei dem 87 Menschen getötet worden waren.

Der US-Raketenangriff verschärfte die Spannungen zwischen Washington und Moskau, das Assad in dem Bürgerkrieg militärisch beisteht. Russlands Außenminister Sergej Lawrow war in der vergangenen Woche zu Besuch bei Trump im Weißen Haus.

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