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Syrien: UN-Hilfskonvoi erreicht Ost-Ghuta – Regierung sortiert Medizin aus

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Medizin aussortiert  

UN-Hilfskonvoi in Syrien erreicht Ost-Ghuta

05.03.2018, 19:27 Uhr | dpa, rok, AP, rtr

Syrien: UN-Hilfskonvoi erreicht Ost-Ghuta – Regierung sortiert Medizin aus. Ost-Ghuta in Syrien: Das Bild zeigt eine Straße und Gebäude, die durch einen Luftangriff der syrischen Luftwaffe zerstört wurden. (Quelle: Uncredited/Ghouta Media Center/AP/dpa)

Ost-Ghuta in Syrien: Das Bild zeigt eine Straße und Gebäude, die durch einen Luftangriff der syrischen Luftwaffe zerstört wurden. (Quelle: Uncredited/Ghouta Media Center/AP/dpa)

Ein Hilfskonvoi kommt erstmals nach Ost-Ghuta durch. Doch die syrische Regierung sortiert "lebensrettende" Medizin aus. Assad kündigt eine Fortsetzung der Angriffe an.

Erstmals seit der Eskalation der Gewalt im belagerten Ost-Ghuta hat eine große Hilfslieferung die syrische Region erreicht. Ein Konvoi aus Dutzenden Lastwagen sei am Montag in das heftig umkämpfte Gebiet nahe der Stadt Duma eingefahren, sagte die Sprecherin des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (ICRC), Ingy Sedki. Die Lieferung besteht nach Angaben des UN-Nothilfebüros Ocha aus medizinischen Hilfsgütern und Nahrung für 27.500 Menschen.

Syrische Regierung sortiert "lebensrettende" Medizin aus

Viele "lebensrettende" medizinische Güter hätten allerdings auf Druck der syrischen Regierung aus der Lieferung genommen werden müssen, berichtete Ocha. Diese durften auch nicht durch andere Gegenstände ersetzt werden. Dadurch seien 3 der 46 Lastwagen, die am Morgen gestartet waren, fast leer gewesen. Der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge war unter dem blockierten Hilfsgütern das gesamte Material für die Behandlung von Verletzungen und für Operationen sowie Insulin und andere Dialyse-Artikel.

Die humanitäre Situation in Ost-Ghuta ist desaströs. Bewohner berichteten, es fehle an Essen sowie an Wasser und Strom. Ärzten mangele es an Material, sie müssten wegen der großen Zahl an Verletzten sehr lange am Stück arbeiten. In dem seit 2013 von der Regierung belagerten Ost-Ghuta sollen etwa 400.000 Menschen eingeschlossen sein.

Am Wochenende eskalieren die Bodenkämpfe

Die Region östlich der Hauptstadt Damaskus hat seit Mitte Februar die heftigsten Luftangriffe der Regierung seit Beginn des Syrien-Konfliktes 2011 erlebt. Mehr als 660 Zivilisten starben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge durch Bombardements und Artilleriebeschuss. Am Wochenende waren auch die Bodenkämpfe in der Region eskaliert. Menschen flohen den Menschenrechtlern zufolge auch am Montag innerhalb der Region vor Beschuss.

Die Regierung wirft den Rebellen dagegen vor, die Hauptstadt Damaskus zu beschießen. Ost-Ghuta wird von verschiedenen, mehrheitlich islamistischen Rebellengruppen kontrolliert. Unter ihnen sind auch Kämpfer von Gruppen mit Verbindung zum Terrornetzwerk al-Qaida.

In den kommenden Tagen sollen weitere Hilfslieferungen nach Ost-Ghuta folgen. "Die UN und ihre Partner haben die Genehmigung erhalten, Hilfe für 70.000 Menschen in Not zu liefern", hatte Ocha zuvor mitgeteilt. An dem Konvoi vom Montag waren auch das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) und der Syrische Rote Halbmond beteiligt.

Assad will weiter bombardieren

Syriens Machthaber Baschar al-Assad hat unterdessen eine Fortsetzung der Armeeoffensive auf Ost-Ghuta angekündigt. Es werde aber auch weiterhin die mit Russland vereinbarte tägliche Feuerpause von fünf Stunden geben, damit Zivilisten aus dem belagerten Gebiet außerhalb von Damaskus fliehen könnten, sagte Assad am Sonntag einer kleinen Gruppe von Journalisten in Damaskus.

"Es gibt keinen Widerspruch zwischen der Waffenruhe und der Militäroperation", erklärte Assad. Die Mehrheit der Bevölkerung von Ost-Ghuta wolle "den Fängen des Terrorismus" entkommen, behauptete er und fügte hinzu: "Der Einsatz muss weitergehen." 

Verwendete Quellen:
  • dpa, AP, Reuters

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