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Angriff auf Saudi-Arabien – Rakete aus dem Jemen tötet Ägypter

Angriff auf Saudi-Arabien  

Rakete aus dem Jemen tötet Ägypter

26.03.2018, 11:45 Uhr | AP

Angriff auf Saudi-Arabien – Rakete aus dem Jemen tötet Ägypter. Ein von Huthi besetztes Gebäude in Sanaa: Die Rebellen-Armee feuerte sieben Raketen auf Saudi-Arabien ab. Trümmerteile töteten einen Mann. (Quelle: dpa/Hani Al-Ansi)

Ein von Huthi besetztes Gebäude in Sanaa: Die Rebellen-Armee feuerte sieben Raketen auf Saudi-Arabien ab. Trümmerteile töteten einen Mann. (Quelle: Hani Al-Ansi/dpa)

Am dritten Jahrestag des Jemen-Kriegs feuern Huthi-Rebellen Raketen auf Saudi-Arabien ab. Sieben Geschosse werden abgewehrt, herabfallende Trümmerteile töten einen Ägypter. Wie reagiert das Königreich?

Schiitische Rebellen im Jemen haben mehrere ballistische Raketen auf Saudi-Arabien abgefeuert. Die Streitkräfte im Königreich meldeten, sie hätten am späten Sonntagabend zwar sieben Geschosse abgefangen. Doch seien über Riad Trümmerteile einer Rakete auf ein Wohngebiet gefallen, berichtete die amtliche saudi-arabische Nachrichtenagentur SPA. Ein Ägypter kam dabei ums Leben, zwei weitere seiner Landsleute wurden verletzt.

Es waren die ersten Todesopfer in Saudi-Arabiens Hauptstadt seit Beginn des vom Königreich geführten Kriegs im Nachbarland, bei vorangegangenen Raketenangriffe jemenitischer Rebellen auf andere Landesteile hatte es bereits Tote gegeben.

Huthi-Rebellen im Jemen: Drei Jahre dauert der bewaffnete Konflikt der Milizen mit Saudi-Arabien bereits.  (Quelle: dpa/Hani Al-Ansi)Huthi-Rebellen im Jemen: Drei Jahre dauert der bewaffnete Konflikt der Milizen mit Saudi-Arabien bereits. (Quelle: Hani Al-Ansi/dpa)

In dem Konflikt stehen sich die schiitischen Huthi-Rebellen und Jemens Regierung gegenüber, die von einem sunnitschen Militärbündnis unter Führung Riads unterstützt wird. Mehr als 10 000 Menschen kamen bisher um. Der Krieg begann im September 2014, als die Huthis und ihre Verbündeten die Hauptstadt Sanaa einnahmen und in den Süden des Landes marschierten.

Raketen sollten Flughafen treffen

Jüngste Raketenangriffe auf Saudi-Arabien hätten dem Internationalen König-Khaled-Flughafen und anderen Orten gegolten, berichtete der von den Aufständischen betriebene Sender Al-Masira. Beim staatlichen saudi-arabischen Nachrichtensender Al Arabija war Bildmaterial zu sehen, das Abfangraketen vom Typ Patriot beim Einsatz gegen eine der Geschosse zeigt.

Huthi-Attacken mit ballistischen Raketen erfolgen mit immer größerer Reichweite. Den etwa 1000 Kilometer entfernten König-Khaled-Flughafen hatten die Rebellen erst im November ins Visier genommen, woraufhin die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition ihre Angriffe verstärkte. Es war zunächst unklar, wie das Königreich auf den jüngsten Raketenbeschuss reagieren würde.

Welche Rolle spielt der Iran in dem Konflikt?

Der Vorfall dürfte auch für neue Kritik an der Rolle des Iran im Jemen-Konflikt sorgen. Der Sender Al-Masira berichtete, bei einigen der eingesetzten Rakten habe es sich um Geschosse vom Typ Burkan gehandelt. Aus Sicht der Vereinten Nationen, westlichen Länder und der von Riad geführten Militärkoalition weisen Burkan-Raketen gewisse Ähnlichkeiten mit der iranischen Kiam-Rakete auf. Dies lege den Schluss nahe, dass Teheran die Technologie entweder mit den Huthis geteilt oder Raketenteile für deren Montage in den Jemen geschmuggelt habe. Iran bestreit seit langem, die Huthis mit Waffen zu versorgen.

Die USA stellen der von Saudi-Arabien geführten Koalition logistische Hilfe und Waffen bereit, was ebenfalls für Kritik sorgt. Denn bei den Luftangriffen des Militärbündnisses kommen viele Zivilisten um. Und eine Blockade jemenitischer Häfen hat das ohnehin verarmte Land an den Rand einer Hungerkrise gebracht.

Verwendete Quellen:
  • ap

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