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Proteste im Gazastreifen: Israelische Soldaten töten zwei Palästinenser

Proteste im Gazastreifen  

Israelische Soldaten töten zwei Palästinenser

06.05.2018, 21:07 Uhr | nsc, AFP, dpa

Proteste im Gazastreifen: Israelische Soldaten töten zwei Palästinenser. Proteste an der Grenze Israels zu Gaza (Archiv): Das israelische Militär tötete dort seit März 51 Palästinenser. (Quelle: AP/dpa/Mohammed Talatene)

Proteste an der Grenze Israels zu Gaza (Archiv): Das israelische Militär tötete dort seit März 51 Palästinenser. (Quelle: Mohammed Talatene/AP/dpa)

Bei dem Versuch einen Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen zu überwinden, haben israelische Soldaten zwei Palästinenser erschossen. Seit März hat die israelische Armee an der Grenze 51 Palästinenser getötet.

Israelische Soldaten haben zwei Palästinenser erschossen an der Grenze Israels zum Gazastreifen erschossen. Nach Angaben des Militärs hätten drei Männer versucht, den Grenzzaun zu überwinden und nach Israel zu gelangen. Daraufhin sei auf die Männer geschossen worden. Das Gesundheitsministerium in Gaza bestätigte, dass ein 20-jähriger und ein 23-jähriger Mann getötet worden seien. Was mit dem dritten Mann geschah, war zunächst unklar.

Seit Ende März haben israelische Soldaten somit 51 Palästinenser an der Grenze zu Gaza erschossen. Tausende Demonstranten wurden verletzt.

Stunden zuvor hatte die israelische Luftwaffe Posten der radikalislamischen Hamas in Gaza bombardiert an der Grenze zu Israel. Nach Angaben der israelischen Armee hätten Palästinenser zuvor mit Lenkdrachen Angriffe geflogen auf israelisches Gebiet. Dabei seien mehrere Felder in Brand gesetzt worden.

Human Rights Watch verurteilt Vorgehen des israelischen Militär

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte zuletzt im April das Vorgehen des israelischen Militärs gegen die Palästinenser kritisiert. "Israelische Soldaten haben nicht nur exzessiv Gewalt angewendet", sagte der stellvertretende Nahost-Direktor Eric Goldstein. "Sondern sie haben offensichtlich Befehle befolgt, die nichts als eine blutige militärische Antwort auf die palästinensischen Demonstrationen sicherstellten." Das Ergebnis seien "vorhersehbare Tode und Verletzungen der Demonstranten" gewesen.

An der 65 Kilometer langen Grenze zu Israel protestieren seit Monaten Zehntausende Palästinenser dafür, in jene Dörfer und Städte zurückkehren zu dürfen, aus denen sie 1948 vertrieben worden waren, als der Staat Israel gegründet wurde. An dem "Marsch der Rückkehr" während des israelischen Pessachfestes, das im April stattfand, hatten nach palästinensischen Schätzungen 50.000 Menschen teilgenommen, nach israelischen Angaben 40.000.

Verwendete Quellen:
  • AFP, dpa

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