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Vor Trump-Treffen: Nordkorea lässt drei inhaftierte US-Bürger frei

Vor Treffen der Staatschefs  

Nordkorea lässt drei inhaftierte US-Bürger frei

09.05.2018, 22:17 Uhr | dpa, rtr, job

Vor Trump-Treffen: Nordkorea lässt drei inhaftierte US-Bürger frei. US-Präsident Donald Trump (links) und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un: Vor dem geplanten Treffen der beiden hat Nordkorea drei US-Bürger freigelassen. (Quelle: AP/dpa/Manuel Balce Ceneta, Korea Summit Press Pool )

US-Präsident Donald Trump (l.) und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un: Vor dem geplanten Treffen der beiden hat Nordkorea drei US-Bürger freigelassen. (Quelle: Manuel Balce Ceneta, Korea Summit Press Pool /AP/dpa)

Ein Zeichen des guten Willens: Nordkorea hat drei US-Bürger freigelassen – vermutlich nicht ganz zufällig vor dem geplanten Treffen der Staatschefs Trump und Kim.

Kurz vor dem geplanten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un hat Nordkorea drei US-Bürger nach mehrjähriger Gefangenschaft freigelassen. Das teilte Trump auf Twitter mit. Er schrieb, die drei "Gentlemen, auf die jeder wartet", seien mit Außenminister Mike Pompeo auf dem Weg aus Nordkorea und sollten in der Nacht zum Donnerstag nahe Washington landen.

Pompeo war nach Nordkorea gereist, um das Treffen von US-Präsident Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vorzubereiten. Pompeo befindet sich nun auf der Rückreise und nimmt die drei ehemaligen Gefangenen mit.

Zwei Dozenten und ein angeblicher Unternehmer

Bei den Freigelassenen handelt es sich um Kim Dong Chul, Tony Kim und Kim Hak Song. Ihre Festnahmen hatten zu neuen Probleme in den ohnehin angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern geführt. Sie scheinen laut Trump bei guter Gesundheit zu sein. Er wolle den Minister und die Freigelassenen persönlich auf der Luftwaffenbasis Andrews begrüßen. US-Regierungsvertreter hatten Nordkorea gedrängt, vor dem Gipfel die US-Bürger als Zeichen guten Willens freizulassen. 

Zuschauer in Südkorea sehen die Nachricht im TV:  Kim Dong Chul (von links), Tony Kim und Kim Hak Song wurden von Nordkorea freigelassen. (Quelle: AP/dpa/Ahn Young-joon)Zuschauer in Südkorea sehen die Nachricht im TV: Kim Dong Chul (von links), Tony Kim und Kim Hak Song wurden von Nordkorea freigelassen. (Quelle: Ahn Young-joon/AP/dpa)

Der in Südkorea geborene Amerikaner Kim Dong Chul (64) wurde in Nordkorea vor zwei Jahren wegen angeblicher Umsturzversuche zu zehn Jahren Haft mit Zwangsarbeit verurteilt. Er hatte sich vor ausländischen Medienvertretern selbst der Spionage für den südkoreanischen Geheimdienst bezichtigt. Dem US-Sender CNN hatte Kim gesagt, der Mann sei als Chef eines Handelsunternehmens zwischen China und Nordkorea gependelt. 

Kim Hak Song wurde in Nordkorea vor einem Jahr wegen des Vorwurfs feindseliger Handlungen festgenommen. Nach Berichten amerikanischer Medien arbeitete er auf einem landwirtschaftlichen Forschungsbetrieb der Pjöngjanger Universität für Wissenschaft und Technologie. Kim ist demnach ebenfalls koreanischer Abstammung und wurde in China geboren. Er soll in Kalifornien studiert und in den 2000er-Jahren die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen haben. 

Tony Kim wurde ebenfalls vor gut einem Jahr in Nordkorea festgenommen. Auch ihm wurde feindseliges Verhalten vorgeworfen. Kim arbeitete ebenfalls für die Pjöngjanger Universität für Wissenschaft und Technologie und lehrte dort als Dozent für Rechnungswesen. 

Pompeo zeigt sich optimistisch vor dem Gipfeltreffen

Mike Pompeo: Der US-Außenminister war zuletzt zwei Mal in Nordkorea, um das Gipfeltreffen von Donald Trump und Kim Jong Un vorzubereiten.  (Quelle: AP/dpa/Alex Brandon)Mike Pompeo: Der US-Außenminister war zuletzt zwei Mal in Nordkorea, um das Gipfeltreffen von Donald Trump und Kim Jong Un vorzubereiten. (Quelle: Alex Brandon/AP/dpa)

Die nordkoreanischen Behörden hatten in den vergangenen Jahren neben einzelnen US-Bürgern auch immer wieder Südkoreaner und andere Ausländer festgenommen, in der Regel wegen des Vorwurfs "feindseliger Handlungen". Nach Meinung von Beobachtern spielten die betroffenen Amerikaner auch als potenzielle Verhandlungskarte eine Rolle.

Trump und Kim wollen sich nach bisherigen Angaben der Amerikaner Ende Mai oder Anfang Juni treffen. Es geht dabei um eine friedliche Lösung des langjährigen Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm.

US-Außenminister Pompeo war schon zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit zu Vorbereitungen nach Nordkorea gereist. Er zeigte sich jetzt optimistisch: Nordkorea sei ein guter Partner bei den Bemühungen, den Gipfel zu einem Erfolg zu führen, sagte er. Die USA seien entschlossen, mit Nordkorea zusammenzuarbeiten, um Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu erreichen.

Verwendete Quellen:
  • dpa, Reuters

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