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Nach "Aquarius-Abweisung": Flüchtlinge sitzen wieder im Mittelmeer fest

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Nach "Aquarius"-Abweisung  

Erneut sitzen Flüchtlinge im Mittelmeer fest

14.06.2018, 22:24 Uhr | dpa

Nach "Aquarius-Abweisung": Flüchtlinge sitzen wieder im Mittelmeer fest. Matrosen des US-Marineschiffes USNS Trenton reagieren auf eine Notruf vor der Küste Libyens: Das Schiff "Trenton" habe rund 40 Überlebende und 12 Leichen von einem Flüchtlingsunglück vor der Küste Libyens an Bord. (Quelle: dpa/Jonathan Nelson)

Matrosen des US-Marineschiffes "USNS Trenton" reagieren auf einen Notruf vor der Küste Libyens: Das Schiff "Trenton" habe rund 40 Überlebende und 12 Leichen von einem Flüchtlingsunglück vor der Küste Libyens an Bord. (Quelle: Jonathan Nelson/dpa)

Viele Überlebende eines Flüchtlingsunglücks sitzen auf einem US-Marineschiff auf hoher See fest. Die "Aquarius" kämpft derweil gegen meterhohe Wellen an.

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Nach der Abweisung der "Aquarius" in Italien sitzen erneut viele gerettete Migranten auf einem Schiff im Mittelmeer fest. Das US-Marineschiff "Trenton" habe mehr als 40 Überlebende und 12 Tote eines Flüchtlingsunglücks an Bord und warte immer noch auf eine Anweisung, wohin diese gebracht werden könnten, erklärte die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch. Sea-Watch war am Dienstag zu dem Marineschiff gerufen worden und kreuzt in der Gegend. Bisher gebe es keine Zuweisung für einen sicheren Hafen für die Migranten. 

Auch "Aquarius" wurde das Anlegen verwehrt

Eine Sprecherin der US-Navy erklärte, dass man derzeit mit den "internationalen Partnern" in Verhandlungen über das weitere Vorgehen stehe. 

Italiens neue populistische Regierung will privaten Seenotrettern die Hafeneinfahrt verwehren, wie das zuletzt mit dem Rettungsschiff "Aquarius" geschehen ist. Dieses war zwei Tage mit mehr als 600 Migranten an Bord auf See blockiert worden und ist mittlerweile mit noch 106 Geretteten an Bord auf dem Weg nach Spanien, weil die dortige Regierung Einfahrt gewährt hatte. 

Sea-Watch twitterte, man hoffe, dass das US-Marineschiff mit den Flüchtlingen im Gegensatz zu privaten Seenotrettern in Italien anlegen dürfe. Erst am Mittwoch hatte beispielsweise ein Schiff der italienischen Küstenwache mit mehr als 900 Migranten in Italien angelegt. 

Der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo, kritisierte den Schwebezustand. "Diese Situation muss gelöst werden. Überlebende von Schiffsunglücken sind extrem verwundbar, traumatisiert und brauchen unbedingt sofortige Hilfe. Zu lange zu warten ist keine Option."

Meterhohe Wellen und schlechtes Wetter

Die Überfahrt der "Aquarius" erschwerten unterdessen meterhohe Wellen und schlechtes Wetter. "Viele Leute an Bord sind seekrank und sehr erschöpft", sagte Aloys Vimard, Projektleiter von Ärzte ohne Grenzen auf dem Schiff, der Deutschen Presse-Agentur am späten Mittwochabend. Die "Aquarius" steuere Richtung Sardinien und soll am Samstagabend in Valencia anlanden. Die Wellen seien bis zu vier Meter hoch, und das Wetter solle weiter schlecht bleiben.

Neben dem Schiff der Hilfsorganisation SOS Mediterranee sind zwei italienische Schiffe der Küstenwache und der Marine auf dem Weg nach Spanien – die hatten von der "Aquarius" mehr als 520 Migranten übernommen, um die Sicherheit bei der Überfahrt zu gewährleisten.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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