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Gorbatschow 30 Jahre nach Mauerfall: Alle Nationen sollen nukleare Waffen zerstören

30 Jahre nach dem Mauerfall  

Gorbatschow warnt vor einer "kolossalen" Gefahr

04.11.2019, 12:59 Uhr | dpa , pdi

Gorbatschow 30 Jahre nach Mauerfall: Alle Nationen sollen nukleare Waffen zerstören. Knapp 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer: Michail Gorbatschow, der ehemalige Staats- und Parteichef der Sowjetunion, hat zur Abschaffung von Atomwaffen aufgerufen. (Quelle: dpa)

Knapp 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer: Michail Gorbatschow, der ehemalige Staats- und Parteichef der Sowjetunion, hat zur Abschaffung von Atomwaffen aufgerufen. (Quelle: dpa)

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind in vielen Punkten angespannt. 30 Jahre nach dem Mauerfall meldet sich nun der ehemalige sowjetische Staatschef Gorbatschow zu Wort. 

30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer hat der ehemalige sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow zur Abschaffung von Atomwaffen aufgerufen. "Alle Nationen, alle, sollten erklären, dass nukleare Waffen zerstört werden müssen", sagte der 88 Jahre alte ehemalige Politiker der BBC in einem am Montag veröffentlichten Interview. Solange Massenvernichtungswaffen existierten, vor allem Atomwaffen, seien die derzeitigen Spannungen zwischen Russland und dem Westen "kolossal" gefährlich.


Vor einigen Wochen erst hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Washington zu zügigen Gesprächen über eine Verlängerung des New-Start-Vertrags zur Begrenzung strategischer Atomwaffen aufgefordert. Das Abkommen läuft 2021 aus. Moskau und Washington hatten sich bereit erklärt, über eine Verlängerung zu sprechen. Greifbares gab es bisher nicht. Der Vertrag sieht vor, die Nukleararsenale auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu verringern.

Vor drei Monaten endete der INF-Vertrag über das Verbot landgestützter atomarer Mittelstreckenwaffen. Er war 1987 von dem damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und Gorbatschow unterzeichnet worden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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