Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Festnahmen bei Protesten in Armenien

Von afp
Aktualisiert am 11.11.2020Lesedauer: 2 Min.
Proteste in Armeniens Hauptstadt Eriwan: Polizisten f├╝hren eine Frau ab, die an einer Demonstration gegen die Waffenruhe in Bergkarabach teilnahm.
Proteste in Armeniens Hauptstadt Eriwan: Polizisten f├╝hren eine Frau ab, die an einer Demonstration gegen die Waffenruhe in Bergkarabach teilnahm. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

In Armeniens Hauptstadt Eriwan protestierten hunderte Demonstranten gegen den eigenen Regierungschef und die vereinbarte Waffenruhe in Bergkarabach. Dabei kam es zu Festnahmen.

Bei Protesten gegen das Waffenstillstandsabkommen mit Aserbaidschan sind am Mittwoch in Armenien eine Reihe von Demonstranten festgenommen worden. In der armenischen Hauptstadt Eriwan demonstrierten hunderte Menschen gegen das Abkommen zur umstrittenen Kaukasus-Region Bergkarabach und gegen den armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan.

Demnach war unter den Festgenommenen auch der bekannte Oppositionspolitiker Gagik Zarukjan. Im ├╝berwiegend von Armeniern bewohnten Bergkarabach wurden derweil die ersten russischen Soldaten stationiert, die den Waffenstillstand ├╝berwachen sollen.

Die Demonstranten protestierten im Zentrum von Eriwan trotz eines Versammlungsverbots gegen die Waffenstillstandsvereinbarung und skandierten mit Blick auf Ministerpr├Ąsident Paschinjan "Nikol, der Verr├Ąter". Als die Polizei mehrere Menschen festnahm, kam es zu Zusammenst├Â├čen. Der Oppositionsabgeordnete Arman Abowian rief: "Sie werden nicht das ganze Land verhaften k├Ânnen!"

Gro├če Gebietsverluste f├╝r Armenien

Die verfeindeten Nachbarstaaten Armenien und Aserbaidschan hatten sich in der Nacht zum Dienstag nach wochenlangen schweren K├Ąmpfen auf einen Waffenstillstand in Bergkarabach geeinigt. Das Abkommen sieht vor, dass beide Kriegsparteien jene Gebiete behalten d├╝rfen, in denen sie derzeit die Kontrolle haben. F├╝r Armenien bedeutet das gro├če Gebietsverluste. Aserbaidschan hatte im Laufe der K├Ąmpfe mit den pro-armenischen Truppen gut 15 bis 20 Prozent des Territoriums von Bergkarabach erobert.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Mann auf Kirmes in L├╝denscheid erschossen ÔÇô T├Ąter fl├╝chtig
Polizisten auf der L├╝denscheider Kirmes: Hier ist ein Mann get├Âtet worden.


W├Ąhrend Aserbaidschan eine "Kapitulation" Armeniens bejubelte, sprach Paschinjan von einer "uns├Ąglich schmerzhaften Entscheidung", zu der er nach einer "eingehenden Analyse der milit├Ąrischen Lage" gekommen sei. Bereits kurz nach der Bekanntgabe des Waffenstillstands hatte es in Eriwan gro├če Proteste mit tausende Teilnehmern gegeben. Hunderte Demonstranten st├╝rmten zwischenzeitlich den Regierungssitz und das Parlamentsgeb├Ąude.

Mehr als 400 russische Soldaten in Bergkarabach

Zur Kontrolle des Waffenstillstands entsandte Russland hunderte Soldaten nach Bergkarabach. Wie ein Vertreter der russischen Armee am Mittwoch mitteilte, erreichten innerhalb von 24 Stunden mehr als 400 Soldaten sowie acht Hubschrauber und dutzende Armeefahrzeuge das Konfliktgebiet.

Bergkarabach hatte w├Ąhrend des Zerfalls der Sowjetunion einseitig seine Unabh├Ąngigkeit erkl├Ąrt. Darauf folgte in den 90er Jahren ein Krieg mit 30.000 Toten.

Weitere Artikel

Gewalt dauert an
Der Krieg in Bergkarabach ÔÇô und was er mit Deutschland zu tun hat
Ein zerst├Ârtes Wohnhaus in der Stadt Schuschi: Der Konflikt um Bergkarabach hat viele Menschen vertrieben, obdachlos gemacht ÔÇô oder get├Âtet.

Neuer Waffenstillstand
Putin schickt Friedenstruppen nach Bergkarabach
Soldaten neben einem Flugzeug des Typs Iljuschin Il-76: In Bergkarabach ist eine Waffenruhe vereinbart worden. Putin schickt Friedenstruppen in die Region. (Archivbild)

Konflikt um Bergkarabach
Aserbaidschan schie├čt russischen Milit├Ąrhubschrauber ab
Russische Truppen Ende Oktober im S├╝den Armeniens: Ein Milit├Ąrhubschrauber des Landes wurde nun ├╝ber armenischem Gebiet abgeschossen.


Die selbsternannte Republik wird bis heute international nicht anerkannt und gilt v├Âlkerrechtlich als Teil Aserbaidschans. Sie wird aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt. Die K├Ąmpfe waren Ende September wieder voll entbrannt. Seither wurden nach Angaben beider Seiten mehr als tausend Menschen get├Âtet.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Patrick Diekmann
  • Marc von L├╝bke-Schwarz
Von Patrick Diekmann und Marc von L├╝pke
ArmenienPolizei
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website