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Moria: Elendslager soll eine Parkanlage werden


Griechenland will aus Elendslager eine Grünanlage machen

Von dpa
04.03.2021Lesedauer: 1 Min.
Moria, Lesbos: Das abgebrannte Lager wird nicht wieder aufgebaut.Vergrößern des BildesMoria, Lesbos: Das abgebrannte Lager wird nicht wieder aufgebaut. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)
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Zehntausende Menschen lebten im Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos – bis das Lager abbrannte. Premier Mitsotakis plant nun, daraus einen Park zu machen.

In einem Gespräch mit den Bürgermeistern der griechischen Flüchtlingsinseln hat Premier Kyriakos Mitsotakis angekündigt, dass auf dem Gelände des ehemaligen Elendslagers Moria auf Lesbos ein Park entstehen soll. "Moria wird es nicht mehr geben, so wie auch das provisorische Lager (Kara Tepe) ein Ende haben wird, das aber trotz seiner vorübergehenden Natur viel besser ist als es Moria je war", sagte er einem Bericht der Zeitung "Kathimerini" zufolge. Bald werde mit Unterstützung und finanzieller Hilfe der EU auf Lesbos ein gänzlich neues Auffanglager entstehen, sagte der Premier.

Flüchtlingslager meistens völlig überfüllt

Die Bürgermeister ihrerseits forderten geschlossene Strukturen mit geringer Kapazität für ihre Inseln. Die Bewohner von Lesbos, Samos, Chios, Kos und Leros leiden seit mehr als fünf Jahren unter dem Flüchtlingszustrom von der türkischen Küste, nicht zuletzt, weil die Flüchtlingslager die meiste Zeit völlig überfüllt sind.

Auf Lesbos war das berüchtigte Lager Moria bei einem Brand im vergangenen September fast vollständig zerstört worden. Damals lebten dort rund 12.500 Flüchtlinge und Migranten – bei einer Kapazität von 2.800 Plätzen. Im provisorischen Lager Kara Tepe sind es nun noch knapp 7.000 bei einer Kapazität von 10.000 Plätzen. Allerdings kritisieren Hilfsorganisationen, dass die Zustände im Übergangslager weit unter Mindestniveau liegen. Insgesamt leben nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums derzeit rund 15.000 Flüchtlinge und Migranten auf den Inseln der Ostägäis.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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