t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
Such IconE-Mail IconMenĂŒ Icon

MenĂŒ Icont-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
Such Icon
HomePolitikAuslandKrisen & Konflikte

Vergeltungsaktion: Russland weist tschechische Diplomaten aus


Russland weist tschechische Diplomaten aus

Von afp, dpa
Aktualisiert am 18.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin: Die Ausweisung russischer Diplomaten aus Tschechien empfindet Moskau als "Provokation".VergrĂ¶ĂŸern des BildesRusslands PrĂ€sident Wladimir Putin: Die Ausweisung russischer Diplomaten aus Tschechien empfindet Moskau als "Provokation". (Quelle: imago-images-bilder)
Auf Facebook teilenAuf x.com teilenAuf Pinterest teilenAuf WhatsApp teilen

Am Samstag wies Tschechien russische Diplomaten aus, nun folgt die Retourkutsche: Russland verweist 20 Tschechen des Landes. Zuvor soll der Botschafter einbestellt worden sein.

Russland verweist 20 tschechische Diplomaten des Landes. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP am Samstagabend unter Berufung auf russische Nachrichtenagenturen. Laut tschechischer Seite sind es 16 Diplomaten und vier Mitarbeiter ohne Diplomatenstatus. Sie mĂŒssen bis Montagabend Russland verlassen. Bei der Kreml-Entscheidung handelt es sich wohl um die angekĂŒndigten Vergeltungsmaßnahmen, nachdem am Samstag 18 russische Diplomaten aus Tschechien ausgewiesen worden waren.

"Wir werden Vergeltungsmaßnahmen ergreifen, die die Urheber dieser Provokation zwingen, ihre volle Verantwortung fĂŒr die Zerstörung der Grundlage der normalen Beziehungen zwischen unseren LĂ€ndern zu verstehen", hatte das russische Außenministerium zuvor mitgeteilt. Der tschechische Botschafter soll einbestellt worden sein.

Tschechische Regierung wies 18 Russen aus

Die tschechische Regierung hatte am Samstag angekĂŒndigt, wegen der mutmaßlichen Verwicklung Moskaus in die Explosion eines Munitionslagers im Jahr 2014 insgesamt 18 russische Diplomaten auszuweisen. Die Mitarbeiter der Prager Botschaft wurden demnach als Agenten der russischen Geheimdienste enttarnt.

Die tschechische Polizei veröffentlichte zudem Fahndungsfotos von zwei TatverdĂ€chtigen. Die Bilder zeigen zwei Russen, die bereits in Zusammenhang mit einem Nervengift-Anschlag auf den frĂŒheren Doppelspion Sergej Skripal in Großbritannien 2018 gesucht werden. Russland weist jede Verwicklung in den Fall Skripal zurĂŒck.

Einfluss Washingtons vermutet

Moskau vermutet hinter der Ausweisung den Einfluss Washingtons. "In ihrem Wunsch, den USA vor dem Hintergrund der jĂŒngsten US-Sanktionen gegen Russland zu gefallen, haben die tschechischen Behörden in dieser Hinsicht sogar ihre Herren jenseits des großen Teichs ĂŒbertroffen", erklĂ€rte das Außenministerium.

Die USA hatten am Donnerstag wegen mutmaßlicher russischer Einmischung in die US-PrĂ€sidentschaftswahl vom vergangenen November und dem SolarWinds-Cyberangriff zahlreiche Sanktionen gegen Russland verhĂ€ngt. Außerdem wurde die Ausweisung von zehn russischen Diplomaten aus den USA verkĂŒndet.

In der tschechischen Hauptstadt Prag riefen die EnthĂŒllungen Empörung hervor. Rund hundert Menschen demonstrierten am Sonntag vor der russischen Botschaft, sie schwenkten Transparente mit der Aufschrift "Wir sind nicht Russlands Hinterhof" und riefen "Schande". In der Nacht zuvor hatte die Polizei zudem sieben Menschen festgenommen, die die russische Botschaft in Prag mit Ketchup beschmiert hatten.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP, dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland


TelekomCo2 Neutrale Website