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Mali: Blauhelm-Soldat von Sprengsatz getötet – Nationalität unklar

UN-Friedensmission  

Blauhelm-Soldat von Sprengsatz in Mali getötet – vier Verletzte

02.10.2021, 19:15 Uhr | dpa

Mali: Blauhelm-Soldat von Sprengsatz getötet – Nationalität unklar. Soldat in Gao, Mali: Die Lage im Land ist unsicher.  (Quelle: imago images/Joerg Boethling)

Soldat in Gao, Mali: Die Lage im Land ist unsicher. (Quelle: Joerg Boethling/imago images)

Mali ist einer der gefährlichsten Einsatzorte der UN-Friedensmission. Auch 1.200 Bundeswehrsoldaten sind vor Ort. Nun hat es eine Explosion mit einem Toten und mehreren Verletzten gegeben. 

Im westafrikanischen Krisenstaat Mali ist ein Blauhelmsoldat der UN-Friedensmission Minusma bei einer Explosion getötet worden. Vier weitere Soldaten seien am Samstag verletzt worden, als ihr Fahrzeug in der nördlichen Stadt Tessalit auf einen Sprengsatz gefahren sei, sagte Minusma-Sprecher Olivier Salgado der Deutschen Presse-Agentur.

Die Nationalität der betroffenen Soldaten war zunächst unklar. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es auf Nachfrage von t-online am Samstagabend, dass keine Deutschen betroffen seien. 

In Mali sowie anderen Staaten der Sahelzone – einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt – sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen.

"Gewalt greift schnell um sich" 

Erst vergangene Woche war ein Soldat der französischen Operation "Barkhane", die in Mali bis zu 5.100 Soldaten umfasst, getötet worden. Die Bundeswehr ist mit derzeit etwa 1.200 Bundeswehrsoldaten Teil der UN-Mission und einer EU-Ausbildungsmission in Mali. Der Einsatz gilt als einer der gefährlichsten seit dem in Afghanistan. 

An der UN-Mission Minusma zur Stabilisierung des Landes sind etwa 900 Männer und Frauen aus Deutschland beteiligt. Rund 300 deutsche Soldaten sind zudem für die seit 2013 laufenden EU-Ausbildungsmission EUTM im Land, die bislang nach eigenen Angaben 15.000 malische Soldaten geschult hat. Der Erfolg gilt als mäßig, teils fehlt es in Mali schon an der Buchführung, wo Soldaten, Sold und Waffen sind.

"Gewalt greift vielerorts in Mali so schnell um sich, dass sie das Fortbestehen des Staates gefährdet", warnte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR) erst im August nach einem elftägigen Besuch und nannte außergerichtliche Hinrichtungen, Tötungen, die Entführung von Zivilisten und Gruppenvergewaltigungen. Nun drohe ein Überschreiten einer "kritischen Schwelle".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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