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China: Präsident Xi Jinping pocht auf Wiedervereinigung mit Taiwan

Warnung an den Westen  

Chinas Präsident pocht auf Wiedervereinigung mit Taiwan

09.10.2021, 12:04 Uhr | AFP

China: Präsident Xi Jinping pocht auf Wiedervereinigung mit Taiwan. Der chinesische Präsident bei einer Staatsfeier: Die Unabhängigkeit Taiwans sei "eine ernsthafte versteckte Gefahr", sagte Xi Jinping bei seiner Rede.  (Quelle: Reuters)

Der chinesische Präsident bei einer Staatsfeier: Die Unabhängigkeit Taiwans sei "eine ernsthafte versteckte Gefahr", sagte Xi Jinping bei seiner Rede. (Quelle: Reuters)

Peking sieht Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll. Die USA trainieren heimlich taiwanesische Soldaten. Droht die Eskalation? 

Chinas Präsident Xi Jinping hat nach den jüngsten militärischen Spannungen zwischen Peking und Taipeh seine Forderung nach einer "friedlichen" Wiedervereinigung mit Taiwan bekräftigt. "Die vollständige Wiedervereinigung unseres Landes kann und wird verwirklicht werden", sagte Xi am Samstag anlässlich des 110. Jahrestags der chinesischen Revolution, die zum Sturz der Qing-Dynastie und zur Ausrufung der Republik geführt hatte. Der 10. Oktober ist zugleich der Nationalfeiertag Taiwans.

"Die Unabhängigkeit Taiwans ist das größte Hindernis für die Wiedervereinigung des Mutterlandes und eine ernsthafte versteckte Gefahr", sagte Xi. Er warnte vor einer ausländischen Einflussnahme: "Die Taiwan-Frage ist eine rein innere Angelegenheit Chinas, die keine Einmischung von außen zulässt."

Taiwan hat diesen Aufruf zu einer "Wiedervereinigung" zurückgewiesen. Die demokratische Inselrepublik sei ein "souveränes und unabhängiges Land und nicht Teil der Volksrepublik China", sagte der Sprecher von Präsidentin Tsai Ing-wen am Samstag in Taipeh. "Die Zukunft des Landes liegt in den Händen des taiwanischen Volkes."

USA trainieren heimlich taiwanesische Soldaten

China hatte angesichts der heimlichen Ausbildung von Truppen in Taiwan durch US-Spezialkräfte am Freitag vor einem "schweren Schaden" für die Beziehungen zu den USA gewarnt. Nach Angaben aus dem Pentagon trainiert ein Kontingent von etwa 20 US-Soldaten seit mehreren Monaten taiwanische Armee- und Marineangehörige.

Die militärischen Spannungen zwischen Peking und Taipeh hatten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Peking sieht Taiwan, das sich 1949 von China abgespalten hatte, als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll – notfalls mit militärischer Gewalt. Zuletzt drangen Kampfflieger Pekings mehrfach in die Luftverteidigungszone Taiwans ein.

Die USA sind der wichtigste Verbündete Taiwans und haben ihre Waffenlieferungen in den vergangenen Jahren verstärkt. US-Kriegsschiffe durchqueren im Zuge militärischer Übungen immer wieder die Straße von Taiwan, was zu Verärgerung in China führt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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