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Erdoğan: Russische Invasion der Ukraine "nicht realistisch"

Von dpa
18.01.2022Lesedauer: 1 Min.
Recep Tayyip Erdoğan und Wladimir Putin (Archivbild): Der türkische Präsident hält eine russische Invasion in der Ukraine für unwahrscheinlich und möchte mit Putin reden.
Recep Tayyip Erdoğan und Wladimir Putin (Archivbild): Der türkische Präsident hält eine russische Invasion in der Ukraine für unwahrscheinlich und möchte mit Putin reden. (Quelle: Xinhua/imago-images-bilder)
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Die Lage an der ukrainischen Grenze spitzt sich zu. Eine Invasion Russlands hält der türkische Präsident Erdoğan aber für unrealistisch. Um Krieg zu vermeiden, möchte er auch mit Putin reden.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hält eine russische Invasion in die Ukraine trotz des sich zuspitzenden Konflikts für "nicht realistisch". Man könne Dinge nicht zum Laufen bringen, in dem man Boden besetze und einnehme, sagte Erdoğan der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge am Dienstag. "Wir müssen den Krieg in der Geschichte der Politik loswerden." Er wolle das Thema auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin besprechen.

Was steckt hinter dem Ukraine-Konflikt? Seit der Unabhängigkeitserklärung im Dezember 1991 steht die Ukraine vor den größten Herausforderungen ihrer jüngeren Geschichte. Nach der Maidan-Revolution 2013/14 gegen den russlandfreundlichen Präsidenten Janukowitsch kam es zu einem russischen Einmarsch und einer Teil-Besetzung der Ost-Ukraine. Seitdem wieder flammt der Konflikt zwischen pro-russischen Separatisten und der ukrainischen Armee immer wieder auf. Seit dem Frühjahr 2021 kommt es zu einer massiven Aufrüstung russischer Truppen entlang der ukrainischen Grenze: Rund 100.000 Soldaten sollen mittlerweile dort stationiert sein. Der Westen befürchtet eine erneute Invasion des Kremls.

Die USA und die Nato beklagen seit Monaten einen massiven Aufmarsch russischer Truppen nahe der ukrainischen Grenze. Sie befürchten, dass Russland einen Einmarsch in das Nachbarland planen könnte.

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