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Donald Trump verkauft Privatflugzeug wegen Bußgeldern


Ex-Präsident mit Geldproblemen
Donald Trump verkauft sein Privatflugzeug


Aktualisiert am 30.05.2024Lesedauer: 2 Min.
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Das Urteil der Jury im Strafprozess gegen den ehemaligen US-Präsidenten steht in den nächsten Tagen an: Diese Szenarien sind nun denkbar. (Quelle: t-online)

Der Ex-Präsident der USA braucht gewaltige Geldsummen, um seinen Wahlkampf und mehrere Prozesse zu stemmen. Jetzt hat er seinen Jet an einen Spender verkauft.

Der amerikanische Ex-Präsident Donald Trump hat seinen Privatjet an einen Großspender der republikanischen Partei verkauft. Aus Dokumenten der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA geht hervor, dass Trump die Besitzrechte am Flugzeug Cessna Citation X aus dem Jahr 1997 am 13. Mai abgegeben hat. Darüber hat zuerst die US-Website "Daily Beast" berichtet.

Es ist unklar, wie hoch die Verkaufssumme war. Schätzungen von Brancheninsidern gehen demnach aber davon aus, dass eine Citation X rund zehn Millionen Dollar kostet. Käufer des Flugzeugs ist eine Firma mit Sitz im texanischen Dallas. Sie gehört Mehrdad Moayedi, einem iranisch-amerikanischen Immobilienentwickler und republikanischen Großspender.

Moayedi hat in den Jahren 2019 und 2020 fast 250.000 Dollar an die Wiederwahlkampagne des damaligen Präsidenten Trump gespendet. Das geht aus Dokumenten der Federal Election Comission (FEC) hervor. Zudem hat er mehrere Millionen Dollar an andere Politiker gespendet, darunter Ted Cruz, Nikki Haley und die republikanische Partei.

Warum Trump die "Rakete am Himmel" verkauft haben könnte

Auf Trumps Website wird das verkaufte Flugzeug immer noch als "Rakete am Himmel" angepriesen. Die Cessna habe eine erstklassige Innenausstattung, sei eines der schnellsten Flugzeuge der Welt und könnte auch kleine Flughäfen anfliegen. Zudem würde auf der Außenseite das Trump-Wappen prangen und damit dem Flugzeug ein noch höheres Maß an Luxus verleihen. Doch auch ohne die Citation X bleibt Trump mobil, er besitzt immer noch eine Boeing 757 sowie eine kleine Flotte von Hubschraubern.

Donald Trump könnte das Geld aus dem Verkauf nutzen, um seine Gerichtskosten zu begleichen. Der Ex-Präsident hat nämlich mit einer Liquiditätskrise zu kämpfen. In zwei Prozessen wurde er zu Bußgeldern von insgesamt 500 Millionen Dollar verurteilt. Diese Summe musste Trump jedoch nicht vollständig begleichen. Er hat aber bereits über 200 Millionen Dollar für Strafen und Kautionen bezahlt. Laut eigener Aussage verfügt Trump über eine halbe Milliarde Dollar in Bar, der Rest sei in Immobilienbesitz gebunden.

Einen Großteil seiner Gerichtskosten zahlt Trump jedoch nicht aus seinem Privatvermögen, sondern aus eingenommen Wahlkampfspenden. Das berichten unter anderem die Nachrichtenagentur AP und die New York Times. Demnach stilisiert sich Trump in unzähligen Nachrichten an seine Spender gezielt als Opfer einer politischen Justiz, die seine Wiederwahl im November dieses Jahres verhindern wolle. Experten für Wahlkampffinanzen schätzen, dass die persönliche Verwendung von Spenden juristisch problematisch sein könnte.

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Auf den Ex-Präsidenten kommen viele weitere Verfahren zu, die große Geldstrafen mit sich bringen könnten. Außerdem verhandelt derzeit eine Jury in New York über seine Schuld im Strafprozess wegen Zahlungen von Schweigegeld. Wann ein Urteil in dem Prozess fällt, ist derzeit noch nicht klar.

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