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Michael Cohen: Ex-Anwalt verklagt Trump auf Millionenbetrag

Offene Anwaltsrechnungen  

Ex-Anwalt Cohen verklagt Trump auf Millionenbetrag

08.03.2019, 02:09 Uhr | dpa, dru

Michael Cohen: Ex-Anwalt verklagt Trump auf Millionenbetrag. Michael Cohen: Der Ex-Anwalt von Donald Trump hatte den US-Präsidenten in einer Anhörung vor dem Kongress als Betrüger bezeichnet und schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben. (Quelle: AP/dpa/J. Scott Applewhite)

Michael Cohen: Der Ex-Anwalt von Donald Trump hatte den US-Präsidenten in einer Anhörung vor dem Kongress als Betrüger bezeichnet und schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben. (Quelle: J. Scott Applewhite/AP/dpa)

Vor einer Woche zerlegte er Donald Trump vor dem US-Kongress. Nun fordert Michael Cohen offene Rechnungen von seinem Ex-Chef ein. Es geht um einen niedrigen Millionenbetrag.

Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, verklagt die Trump-Organisation auf Zahlung von rund 1,9 Millionen Dollar Anwaltskosten. Wie aus der im Bundesstaat New York eingereichten Klage hervorgeht, handelt es sich um Ausgaben, die Cohen für seinen Rechtsbeistand in zahlreichen Anhörungen und Verfahren aufwenden musste.

Cohens Anwälte werfen der Trump-Organisation Vertragsbruch vor. Sie argumentieren, die Trump-Organisation habe im Juli 2017 vereinbart, die Kosten für Cohens Anwälte bei den diversen Untersuchungen zu übernehmen.

Ex-Anwalt: Falschaussagen für Trump

Cohen (52) hat sich von Trump abgewandt und vor Gericht sowie vor dem US-Kongress schwere Vorwürfe gegen den Präsidenten erhoben. Im vergangenen Jahr hatte sich Cohen selbst vor Gericht wegen mehrerer Vergehen schuldig bekannt, unter anderem wegen einer Falschaussage vor dem Kongress und wegen Verstößen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung. Bei letzterem handelte es sich um Schweigegeldzahlungen an Ex-Playmate Karen McDougal und Pornostar Stormy Daniels, die Cohen nach eigener Aussage im Auftrag von Trump ausgeführt hatte. Im Dezember wurde der Ex-Anwalt zu drei Jahren Haft verurteilt, die er im Mai antreten soll.

Michael Cohen: Der Ex-Anwalt von Donald Trump zahlte das Schweigegeld an Porno-Darstellerin "Stormy Daniels". (Quelle: Reuters)

In der Klage heißt es nun, trotz der Vereinbarung weigere sich die Trump-Organisation seit Mai vergangenen Jahres, Cohens Anwaltskosten zu bezahlen. Die offenen Rechnungen und damit zusammenhängende Kosten summierten sich auf etwa 1,9 Millionen Dollar. Durch den Vertragsbruch sei Cohen zudem weiterer Schaden entstanden, den die Trump-Organisation ebenfalls erstatten müsse. Die endgültige Summe solle bei dem Gerichtsverfahren bestimmt werden.

Cohen rechnet mit seinem früheren Chef ab

Cohen hat mehr als ein Jahrzehnt für Trump gearbeitet und ist eine zentrale Figur in mehreren Affären um den Präsidenten. Der 52-Jährige wurde oft als Trumps "Ausputzer" beschrieben, bis es zum Bruch zwischen beiden kam. Mittlerweile arbeitet er mit FBI-Sonderermittler Robert Mueller zusammen. Trump hat ihn deswegen öffentlich als "Ratte" bezeichnet. Bei den Untersuchungen von Mueller geht es unter anderem um die Frage, ob es im Präsidentschaftswahlkampf 2016 Geheimabsprachen des Trump-Lagers mit Russland gegeben hat und ob Trump die Justiz behindert hat.

Vergangene Woche rechnete Cohen in einer mehr als fünfstündigen Anhörung vor dem Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses mit seinem früheren Chef ab. Er bezeichnete den US-Präsidenten als Betrüger und Rassisten und belastete ihn schwer. Cohen gab sich in der Anhörung demütig und äußerte Reue – dafür dass er für Trump gearbeitet, für ihn gelogen und der Bevölkerung lange die Wahrheit über Trump vorenthalten habe.

Auch Trumps Ex-Wahlkampfmanager muss in Gefängnis

Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) verkündete ein Gericht in der Nähe der US-Hauptstadt Washington das Strafmaß für Trumps früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort. Wegen Steuer- und Bankenbetrugs wurde eine 47-monatige Gefängnisstrafe gegen den 69-Jährigen verhängt. Das Strafmaß blieb damit deutlich unter der Forderung der Anklage. Diese hatte zwischen 19 und 24 Jahren Haft gefordert. Dieser Prozess hat nicht direkt etwas mit der Russland-Affäre um Trump zu tun.

 

 


Die Staatsanwaltschaft warf dem Ex-Lobbyisten vielmehr vor, ein "Lügengespinst" aufgebaut zu haben, um Millioneneinnahmen aus seiner Beratertätigkeit für russlandfreundliche Politiker in der Ukraine zwischen 2005 und 2014 zu verbergen. Unter ihnen war der 2014 gestürzte Staatschef Viktor Janukowitsch.

Manafort hatte Trumps Wahlkampfteam zwei Monate lang geleitet. Er musste den Posten im August 2016 abgeben, nachdem mutmaßliche Geldflüsse an ihn aus dem Umfeld Janukowitschs bekannt geworden waren. Sonderermittler Mueller bezeichnete Manafort in einem Memo vor kurzem als "dreisten" Kriminellen, der "wiederholt und schamlos" gegen das Gesetz verstoßen habe.

Die Trump-Organisation umfasst die vielen verschiedenen Unternehmen der Firmengruppe Trumps. Mit seinem Amtsantritt im Januar 2017 zog sich der Präsident zwar aus der operativen Führung zurück, die er seinen beiden ältesten Söhnen überließ. Er ist aber weiterhin Besitzer der Trump-Organisation.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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