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US-Notenbank: Donald Trump will Pizza-Mogul Cain für Fed-Posten nominieren

Führungsgremium der US-Notenbank  

Trump will Pizza-Mogul Cain für Fed-Posten nominieren

05.04.2019, 09:03 Uhr | rtr, aj

US-Notenbank: Donald Trump will Pizza-Mogul Cain für Fed-Posten nominieren. Herman Cain: 2011 bewarb er sich für die Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur. (Quelle: AP/dpa/Molly Riley/Archivbild)

Herman Cain: 2011 bewarb er sich für die Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur. (Quelle: Molly Riley/Archivbild/AP/dpa)

Geschäftsmann, Politiker, Radiomoderator: Donald Trump will Herman Cain im Führungsgremium der Federal Reserve sehen – zwei Stellen sind frei. Cain ist auch ein ehemaliger Präsidentschaftskandidat.

US-Präsident Donald Trump will den Geschäftsmann Herman Cain für einen Posten im Führungsgremium der Notenbank Federal Reserve (Fed) nominieren.  Das sagte der US-Präsident bei einer Pressekonferenz. "Er ist ein höchst geschätzter Mann. Er ist mein Freund. Er ist jemand, der es versteht." 

Trump hatte die Fed in den letzten Monaten heftig kritisiert. Wegen ihrer strafferen Geldpolitik hatte er die amerikanische Zentralbank für "verrückt" erklärt und als "lächerlich" bezeichnet. Trump selbst hatte Fed-Chef Jerome Powell vor gut einem Jahr für den Chefposten bei der Zentralbank nominiert.

Die geldpolitische Linie Cains, der ehemalige Chef der Pizzakette Godfather's Pizza, ist nicht ganz klar. In einem Interview mit Fox Business Networks im Februar können Cains Aussagen sowohl für als auch gegen weitere Zinserhöhungen gewertet werden. 

Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Cain

In den 90er-Jahren war der 73-Jährige für den Fed-Ableger von Kansas City tätig. 2012 zog der Republikaner nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung seine Bewerbung um das US-Präsidentenamt zurück. Cain hat die Beschuldigungen stets zurückgewiesen.



Für die zweite Vakanz in dem siebenköpfigen Board der Fed, das die Leitzinsen mitbestimmt, hatte Trump schon im März seinen langjährigen Wegbegleiter Stephen Moore vorgeschlagen. Auch das bestätigte der US-Präsident erneut bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Die sieben Mitglieder des Führungsgremiums der Fed werden vom US-Präsidenten nominiert, der US-Senat entscheidet über die Ernennung.

Zuletzt hat die Notenbank mit Blick auf die unsicheren Konjunkturaussichten eine längere Zinspause signalisiert, nachdem sie den geldpolitischen Schlüsselsatz im vorigen Jahr vier Mal erhöht hatte. Er liegt in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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