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USA: Ocasio-Cortez kritisiert Zustände in Haftanstalten für illegale Migranten

US-Politikerin entsetzt  

Ocasio-Cortez: Migranten werden gezwungen aus Toiletten zu trinken

02.07.2019, 12:31 Uhr | rtr, dpa, AFP, rew

 (Quelle: imago images / ZUMA Press)
US-Abgeordnete kritisiert: Illegale Migranten müssen aus Toiletten trinken

Schwere Vorwürfe gegen die US-Grenzpolizei: Die linke demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus Alexandria Ocasio-Cortez kritisiert die US-amerikanische Grenzpolizei mit harten Worten. (Quelle: Reuters)

Alexandria Ocasio-Cortez: Die US-Abgeordnete der Demokraten war entsetzt von den Zuständen an der Grenze zu Mexiko. (Quelle: Reuters)


Der Streit um den Umgang mit illegalen Einwanderern spaltet die USA. Jetzt hat die Abgeordnete Ocasio-Cortez die Haftzentren an der Grenze zu Mexiko besucht – und zeigt sich erschüttert.

Die Abgeordnete im Repräsentantenhaus Alexandria Ocasio-Cortez hat gemeinsam mit anderen US-Demokraten zwei Haftzentren für illegale Einwanderer besucht und erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die amerikanische Grenzpolizei. Illegale Migranten seien im Gewahrsam der Grenzpolizei aufgefordert worden, aus Toiletten zu trinken, erklärte sie nach Besuchen mehrerer Haftanstalten für illegale Einwanderer in Texas.

"Nachdem ich mich in eine Zelle mit mehreren Frauen hineingezwungen habe und mit ihnen sprach, beschrieb eine von ihnen die Behandlung durch die Beamten als 'psychologische Kriegsführung'", schrieb die Abgeordnete auf Twitter.

Auch die US-Abgeordnete Judy Chu berichtete auf Twitter von ihrem Besuch in den Haftanstalten. In einem Video bezeichnete sie die dortigen Zustände als "ekelhaft" und erzählte von einer Frau, die trotz ihrer Epilepsie keine Medikamente erhalte.

Die Polizei nahm 144.000 Migranten an der Grenze fest

Über den Umgang mit den illegalen Einwanderer an der Grenze zu Mexiko streiten Trumps Republikaner und die oppositionellen Demokraten schon seit Monaten. Die Situation an der Grenze verschärfte sich zunehmend, alleine im letzten Monat setzten US-Grenzpolizisten mehr als 144.000 Migranten beim illegalen Grenzübertritt fest, im Vorjahresmonat waren es noch knapp 52.000.

Die US-Behörden sind mit der Situation überfordert. Zuletzt sorgten Berichte über katastrophale Zustände in einem Auffanglager für minderjährige Einwanderer in Texas für scharfe Kritik. Kurze Zeit später löste ein Foto Entsetzen aus, das einen ertrunkenen Flüchtling und seine ebenfalls ertrunkene kleine Tochter zeigt.
 

 
Letzte Woche gab der US-Kongress aufgrund der schwierigen Lage Nothilfen in Höhe von 4,6 Milliarden Dollar frei. Das Geld soll für Aufnahmeeinrichtungen an der Grenze zwischen den USA und Mexiko verwendet werden, aber auch für die Grenzsicherung.

Verwendete Quellen:

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