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Corona-Lockerungen in den USA: Trump lehnt Richtlinien von Seuchenbehörde ab

Lockerungen der Corona-Maßnahmen  

Bericht: Trump weist Empfehlung von US-Seuchenbehörde zurück

08.05.2020, 12:56 Uhr | aj, t-online.de

Corona-Lockerungen in den USA: Trump lehnt Richtlinien von Seuchenbehörde ab. Donald Trump und Dr. Robert Redfield: Redfield ist der Direktor der US-Seuchenschutzbehörde CDC. (Quelle: AP/dpa/Alex Brandon)

Donald Trump und Dr. Robert Redfield: Redfield ist der Direktor der US-Seuchenschutzbehörde CDC. (Quelle: Alex Brandon/AP/dpa)

Covid-19 macht den USA weiter zu schaffen. US-Präsident Trump will die Beschränkungen aber schnellstmöglich lockern. Die Richtlinien der US-Behörde für Seuchenkontrolle lehnt das Weiße Haus offenbar ab.

Die US-Regierung hat offenbar die Richtlinien zur Lockerung der Corona-Einschränkungen der US-Behörde für Seuchenkontrolle (CDC) zurückgewiesen. Einem Bericht der "New York Times" zufolge habe das Weiße Haus das Papier der Gesundheitsbehörde als zu einheitlich und strikt befunden. Auch die Nachrichtenagenturen AP und Reuters berichten darüber.

Die Richtlinien sollten demnach dazu dienen, Schulen, Kirchen, Restaurants und anderen öffentlichen Einrichtungen bei einer sicheren Wiedereröffnung zu helfen. Das 17-seitige Konzept der Experten sei aber auf Anweisung des Weißen Hauses und anderer Regierungsbeamter zurückgehalten worden. Der Grund: Es bestünde die Sorge, dass die Empfehlungen einen zu starken Vorschriftscharakter hätten, religiöse Rechte verletzten und der Wirtschaft weiter schaden könnten, berichtete die Zeitung. 

In den Vereinigten Staaten sind die einzelnen Bundesstaaten für die Aufhebung der meisten Maßnahmen verantwortlich. Seit Ende April lockern immer mehr Staaten die Eindämmungsmaßnahmen – einigen geht das zu schnell, anderen zu langsam. Der detailreiche Plan der CDC sollte offenbar am vergangenen Freitag veröffentlicht werden. 

Nach Angaben der in Baltimore ansässigen Johns-Hopkins-Universität hat es in den USA bis Donnerstagabend (Ortszeit) mehr als 1,2 Millionen Covid-19-Infektionen gegeben, mehr als 74.000 Menschen haben ihr Leben durch die Viruserkrankung verloren. US-Präsident Donald Trump betont dennoch immer wieder, dass es an der Zeit sei, die Wirtschaft des Landes wieder hochzufahren. 

Interessieren Sie sich für US-Politik? Unser Washington-Korrespondent Fabian Reinbold schreibt über seine Arbeit im Weißen Haus und seine Eindrücke aus den USA unter Donald Trump einen Newsletter. Hier können Sie die "Post aus Washington" kostenlos abonnieren, die dann einmal pro Woche direkt in Ihrem Postfach landet.

Auch in einer auf Twitter veröffentlichten Video-Botschaft stimmte Trump die Amerikaner am Donnerstag (Ortszeit) erneut auf die Wiedereröffnung des Landes ein. "Es ist ein großer Moment in unserer Geschichte, weil wir unser Land wieder öffnen", verkündete Trump. "Die Leute wollen, dass sich unser Land öffnet." Er versprach: "Wir wollen es auf sichere Weise machen." Offenbar gibt es aber Unstimmigkeiten darüber, wie das geschehen soll.

CDC steht während Corona-Krise kaum in der Öffentlichkeit

Üblicherweise ist es die Aufgabe der CDC, der Öffentlichkeit und den örtlichen Behörden in einer Gesundheitskrise Leitlinien und wissenschaftlich fundierte Informationen zu übermitteln. Die CDC führt unter anderem die Statistiken zur Zahl der Infektionen, Genesenen und Verstorbenen durch das Coronavirus in den USA. Während der Coronavirus-Pandemie sei die Behörde allerdings kaum an die Öffentlichkeit getreten.

Zahlreiche Experten arbeiten unter der Leitung von CDC-Direktor Dr. Robert Redfield, der auch der Corona-Taskforce des Weißen Hauses angehört. Einem CDC-Sprecher zufolge sei die Behörde weiter in Verhandlung mit der Regierung über die Richtlinien. 

Verwendete Quellen:

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