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Kampf gegen den IS: USA wollen Truppenpräsenz im Irak reduzieren

Kampf gegen den IS  

USA wollen Truppenpräsenz im Irak reduzieren

12.06.2020, 08:07 Uhr | AFP, dpa

Kampf gegen den IS: USA wollen Truppenpräsenz im Irak reduzieren. US-Soldaten im Irak (Archivbild): Die USA wollen ihre Truppen reduzieren. (Quelle: imago images)

US-Soldaten im Irak (Archivbild): Die USA wollen ihre Truppen reduzieren. (Quelle: imago images)

Die US-Regierung hat angekündigt, in den kommenden Monaten Soldaten aus dem Irak abzuziehen.  Das irakische Parlament hatte zuvor den Abzug der Truppen gefordert. Ein Grund ist der Konflikt der USA mit dem Iran. 

Die USA wollen ihre Truppenpräsenz im Irak "in den kommenden Monaten" reduzieren. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung der Regierungen in Washington und Bagdad hervor, die in der Nacht zum Freitag veröffentlicht wurde.

Angesichts der Fortschritte im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) solle "im Laufe der kommenden Monate" ein Abbau der US-Truppenpräsenz im Irak erfolgen, heißt es darin.

Gespräche zwischen USA und Irak

USA und der Irak haben mehrmonatige Gespräche begonnen, in deren Zentrum die Zukunft der amerikanischen Truppen in dem Krisenland steht. Der so genannte Strategische Dialog begann am Donnerstag wegen der Corona-Krise mit einer Videoschalte zwischen den Unterhändlern, wie die staatliche irakische Nachrichtenagentur INA meldete. Der Einsatz von rund 5.000 US-Soldaten im Irak ist hoch umstritten. Vor allem die eng mit dem Iran verbundenen irakischen Parteien und Milizen fordern deren Abzug.

Washington führt eine internationale Koalition an, die in der Region gegen die Extremisten vorgeht. Der IS hat zwar sein Herrschaftsgebiet in Syrien und im Irak verloren, ist aber weiter aktiv. Gerade in den vergangenen Wochen hatten sich Meldungen über Angriffe der Extremisten gehäuft und Sorgen vor deren Wiedererstarken genährt.

Im Irak wird der Konflikt zwischen USA und Iran ausgetragen

Seit dem tödlichen US-Angriff in Bagdad auf den iranischen Top-General Ghassem Soleimani in diesem Januar wächst zugleich der Druck auf die US-Truppen. Das irakische Parlament forderte deren Abzug. In den vergangenen Monaten schlugen mehrfach Raketen auf irakischen Militärbasen ein, die von US-Truppen genutzt werden. Washington macht dafür Iran-treue schiitische Milizen verantwortlich.

Viele Kräfte im Irak wollen die US-Truppen jedoch im Land behalten. Dazu zählen sunnitische Parteien, aber auch die Kurden. Sie befürchten einen noch größeren Einfluss Teherans im Irak. Auch Iraks Armee ist im Kampf gegen den IS auf Hilfe des US-Militärs angewiesen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen afp und dpa

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