Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > USA >

Truppenabzug aus Deutschland: Mehrere Republikaner kritisieren Donald Trump

Kritik an Truppenabzug aus Deutschland  

Mehrere Republikaner stellen sich gegen Trump

24.06.2020, 07:46 Uhr | AFP

US-Militär: Trump bestätigt Truppenabzug aus Deutschland

US-Präsident Donald Trump hat den geplanten Truppenabzug aus Deutschland bestätigt. Deutschland komme den Nato-Verpflichtungen nicht nach. (Quelle: Reuters)

Donald Trump: Der US-Präsident zieht Truppen aus Deutschland ab, weil das Land aus seiner Sicht zu wenig Geld für das eigene Militär ausgibt. (Quelle: Reuters)


Donald Trump will die US-Truppenpräsenz in Deutschland deutlich verringern – das sorgt auch für Kritik aus den eigenen Reihen. Sechs Republikaner haben ihre Sichtweise nun in einem Brief dargelegt. 

Nach der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zum Abzug tausender Soldaten aus Deutschland wächst die Kritik aus den eigenen Reihen. Sechs Abgeordnete von Trumps Republikanern im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses äußerte sich in einem am Dienstag veröffentlichten Brief an den Präsidenten "besorgt" über die Pläne.

Die US-Truppenpräsenz in Deutschland sei ein "Eckpfeiler der Abschreckung der Nato gegen eine russische Aggression", heißt es in dem Schreiben, das unter anderem vom Anführer der Republikaner in dem Ausschuss, Michael McCaul, verfasst wurde. Unter Trumps Vorgänger Barack Obama seien 2012 tausende US-Soldaten aus Deutschland abgezogen worden. Zwei Jahre später sei Russland in die Ukraine einmarschiert und habe die Halbinsel Krim annektiert.

Nato verliert Glaubwürdigkeit gegenüber Russland

Die Glaubwürdigkeit der Abschreckungsfähigkeiten der Nato dürfe jetzt nicht in Frage gestellt werden, ebensowenig wie das Bekenntnis der USA zur kollektiven Sicherheit der Nato-Staaten, mahnen die Abgeordneten. Die US-Truppenpräsenz in Deutschland diene auch strategischen Interessen der USA über Europa hinaus. Sie ermögliche Einsätze im Nahen Osten, in Afrika und Südasien sowie beim Kampf gegen den Terrorismus.

Zwar sei es richtig, dass Deutschland bei den Verteidigungsausgaben unter dem Nato-Ziel von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts liege, schreiben die Abgeordneten. "Wir fürchten aber, dass dieser teilweise US-Abzug Deutschland nicht überzeugen wird, mehr auszugeben, und gleichzeitig die strategischen Interessen der USA einem Risiko aussetzt."

Fast 10.000 Soldaten weniger

Trump will die US-Truppenpräsenz in Deutschland von 34.500 auf 25.000 Soldaten senken. Der Präsident begründet dies unter anderem mit den aus seiner Sicht zu niedrigen Verteidigungsausgaben Deutschlands. Außerdem wirft er der Bundesregierung vor, die USA beim Handel "sehr schlecht" zu behandeln.

Vor zwei Wochen hatten bereits 22 republikanische Abgeordnete des Streitkräfteausschusses an Trump appelliert, seine Pläne zu überdenken. Ein teilweiser Truppenabzug aus Deutschland würde letztlich der Sicherheit der USA schaden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal