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Erste Rede seit Amtszeit: Ex-Präsident Donald Trump deutet Kandidatur 2024 an

Erste Rede seit Ende seiner Amtszeit  

Ex-Präsident Trump deutet Kandidatur 2024 an

01.03.2021, 09:37 Uhr | dpa, aj

Trump schließt Kandidatur 2024 nicht aus

Der ehemalige US-Präsident hat sich nach seiner Wahlniederlage im November vor großem Publikum zurückgemeldet. Vor jubelnden Teilnehmern untermauerte Trump seinen Anspruch, auch künftig eine führende Rolle in der Partei zu spielen. (Quelle: Reuters)

Erster Auftritt nach Wahlniederlage: Trump gibt Pläne zu seiner Zukunft preis und gibt Hinweis auf mögliche Kandidatur. (Quelle: Reuters)


Zum ersten Mal tritt Donald Trump nach seiner Abwahl als US-Präsident vor die Öffentlichkeit. Er äußert sich zur Zukunft der Republikaner –  und gibt auch seine Pläne bezüglich einer eigenen Partei preis. 

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit seinem Ausscheiden aus dem Amt hat der frühere US-Präsident Donald Trump eine mögliche Kandidatur 2024 nicht ausgeschlossen. Der Republikaner erklärte am Sonntag bei der konservativen Konferenz CPAC in Orlando (Florida) aber nicht ausdrücklich sein Antreten bei der nächsten US-Präsidentschaftswahl. Trump behauptete bei der jährlichen Veranstaltung konservativer Aktivisten erneut, er habe die Wahl im November gegen den Demokraten gegen Joe Biden eigentlich gewonnen – das entspricht nicht der Wahrheit.

"Eigentlich haben sie gerade das Weiße Haus verloren, wie ihr wisst", sagte Trump mit Blick auf die Demokraten. "Ich könnte sogar beschließen, sie ein drittes Mal zu schlagen." Das Publikum quittierte diese Aussage mit tosendem Applaus.

Trump weigert sich bis heute, seine Niederlage gegen Biden einzugestehen. Er behauptet, durch massiven Wahlbetrug um den Sieg gebracht worden zu sein, hat dafür aber nie Beweise vorgelegt. Biden kam bei der Wahl auf 81 Millionen Stimmen und auf eine klare Mehrheit der Wahlleute. Für Trump stimmten mehr als 74 Millionen Amerikaner.

Trump: Keine eigene Partei gründen

Eine eigene Partei wolle der ehemalige US-Präsident jedoch nicht starten. "Ich werde keine neue Partei gründen", sagte Trump. "Wir haben die republikanische Partei." Sie werde vereint und stärker als je zuvor sein. "Ich werde weiterhin direkt an eurer Seite kämpfen." Frühere Berichte über eine mögliche Gründung einer eigenen Partei seien "Fake News" gewesen.

Trump übte zudem scharfe Kritik an der Politik seines Nachfolgers Joe Biden, was für einen frisch aus dem Amt ausgeschiedenen US-Präsidenten ungewöhnlich ist. Trump bescheinigte Biden "den katastrophalsten ersten Monat eines Präsidenten in der modernen Geschichte". 

Trumps Zuhörer – die meisten von ihnen trotz der Corona-Pandemie ohne Schutzmasken – spendeten dem Ex-Präsidenten tobenden Beifall und riefen "USA, USA" und "Wir lieben dich". Trump versicherte in einer weiteren Andeutung auf eine mögliche erneute Präsidentschaftskandidatur, ein republikanischer Kandidat werde 2024 das Weiße Haus zurückerobern. "Ich frage mich, wer das sein wird", sagte der Ex-Staatschef. "Wer, wer, wer?"

Marcia English: Sie ist die Anführerin einer Gruppe von Trump-Unterstützern, die vor dem  Kongress-Center auf den ehemaligen Präsidenten warteten. (Quelle: AP/dpa/John Raoux)Marcia English: Sie ist die Anführerin einer Gruppe von Trump-Unterstützern, die vor dem Kongress-Center auf den ehemaligen Präsidenten warteten. (Quelle: John Raoux/AP/dpa)

Der Republikaner hatte bereits in der Vergangenheit offen mit einer erneuten Präsidentschaftskandidatur geliebäugelt. Nach seinem Freispruch im Impeachment-Prozess nach der Kapitol-Erstürmung steht ihm dieser Weg grundsätzlich offen.

Trump übt großen Einfluß auf die republikanische Partei aus

Der Rechtspopulist ist in seiner Partei nicht unumstritten. Das traditionell-konservative Lager macht ihn dafür verantwortlich, dass die Republikaner in seiner Amtszeit ihre Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat verloren – und das Weiße Haus. Bei weiten Teilen der Partei und der Basis genießt Trump aber nach wie vor großen Rückhalt. In seiner Rede sagte Trump, bei Vorwahlen der Republikaner sei seine Unterstützung "der mächtigste Trumpf".

Der aus den sozialen Netzwerken verbannte Ex-Präsident hatte sich seit seinem Abgang aus dem Weißen Haus am 20. Januar kaum öffentlich zu Wort gemeldet. Er veröffentlichte lediglich einige Erklärungen und gab Telefoninterviews. Der 74-Jährige lebt inzwischen in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach.

CPAC (Conservative Political Action Conference) ist eine jährlich stattfindende Konferenz mit konservativen Aktivisten und Volksvertretern aus den USA.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen apf und dpa
  • Donald Trumps Rede bei der CPAC in Orlando

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