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Leere Zapfsäulen nach Cyberattacke in den USA

Von dpa
Aktualisiert am 12.05.2021Lesedauer: 2 Min.
Tankstellen in den USA geht das Benzin aus: Der Cyberangriff auf die größte Benzin-Pipeline im Lande hat weitreichende Folgen.
Tankstellen in den USA geht das Benzin aus: Der Cyberangriff auf die größte Benzin-Pipeline im Lande hat weitreichende Folgen. (Quelle: Kendall Warner/The News & Advance/ap-bilder)
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Knappes Benzin, steigende Preise: Der Cyberangriff auf die größte Benzin-Pipeline in den USA sorgt für Verunsicherung. Die Regierung versucht mit Appellen, Hamsterkäufen zu verhindern.

Die US-Regierung hat die Bürger nach dem Cyberangriff auf die größte Benzin-Pipeline im Lande aufgefordert, keinen Kraftstoff zu horten. "Die nächsten Tage werden herausfordernd sein", sagte Energieministerin Jennifer Granholm am Dienstag (Ortszeit) in Washington. Die Lage werde sich aber bald wieder normalisieren, es gebe keinen Mangel an Kraftstoff.

Die Regierung bitte darum, von Hamsterkäufen abzusehen. "Wir haben Benzin, wir müssen es nur zu den richtigen Orten bringen", sagte Granholm.

Viele Tankstellen ohne Benzin

Laut der Marktanalysefirma Gasbuddy nahmen Versorgungsengpässe wegen des Ausfalls der Pipeline zu. In Atlanta etwa hätten rund 20 Prozent der Tankstellen zuletzt kein Benzin gehabt. Auch andernorts gab es demnach teilweise leere Zapfsäulen.

Die Knappheit hat die Spritpreise in den USA auf den höchsten Stand seit 2014 getrieben. Der Betreiber Colonial will die Pipeline aber bis Ende der Woche wieder weitgehend zum Normalbetrieb zurückbringen. Das Unternehmen transportiert etwa 45 Prozent aller an der Ostküste verbrauchten Kraftstoffe.

Cyberattacke legt Pipeline lahm

Die Firma hatte Ende vergangener Woche nach eigenen Angaben bestimmte Systeme nach einer Cyberattacke vom Netz genommen, um die Bedrohung einzudämmen. In der Folge sei der Betrieb der Pipeline komplett zum Erliegen gekommen.

Eine stellvertretende Nationale Sicherheitsberaterin hatte am Montag im Weißen Haus erklärt, die Regierung habe keine Informationen dazu, ob der Pipeline-Betreiber den Erpressern ein Lösegeld gezahlt habe. Momentan sei von einem "kriminellen Akt" auszugehen. Es würden aber alle Hinweise geprüft, auch mit Blick auf eine mögliche Verwicklung staatlicher Akteure.

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