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Sigmar Gabriel fordert SPD zu Kurskorrektur auf

Zu große Distanz zu Stammwählern  

Gabriel fordert SPD zu Kurskorrektur auf

16.12.2017, 07:31 Uhr | dpa, rok

Sigmar Gabriel fordert SPD zu Kurskorrektur auf. Sigmar Gabriel ist unzufrieden mit dem derzeitigen Kurs der SPD. (Quelle: dpa)

Sigmar Gabriel ist unzufrieden mit dem derzeitigen Kurs der SPD. (Quelle: dpa)

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel beklagt die Distanz der SPD zu ihren klassischen Wählerschichten. Er fordert von seiner Partei eine Rückbesinnung auf die sozialdemokratischen Kernthemen.

"Umwelt- und Klimaschutz waren uns manchmal wichtiger als der Erhalt unserer Industriearbeitsplätze, Datenschutz war wichtiger als innere Sicherheit", schrieb der frühere Parteivorsitzende in einem Gastbeitrag für das Nachrichtenmagazin "Spiegel". Stattdessen müsse sich die Sozialdemokratie wieder stärker um jene Teile der Gesellschaft kümmern, "die mit diesem Schlachtruf der Postmoderne "Anything goes" nicht einverstanden sind. Die sich unwohl, oft nicht mehr heimisch und manchmal auch gefährdet sehen".

Gabriel stellt sich hinter das Programm von Schulz

Gabriel schrieb, dass sich die Sozialdemokraten kulturell oft in postmodernen liberalen Debatten wohlgefühlt hätten. Um die kulturelle Differenz zu konservativer eingestellten Gesellschaftsschichten zu überbrücken, stellte sich Gabriel in dem Beitrag hinter das Programm von SPD-Chef Martin Schulz. "Mehr internationale Zusammenarbeit, mehr europäische Zusammenarbeit: Denn nur so werden wir das zentrale Versprechen der Sozialdemokratie wieder einlösen, nämlich den Kapitalismus zu zähmen und soziale und auf Solidarität ausgerichtete Marktwirtschaften zu erzeugen."

Auch über Begriffe wie "Leitkultur" und "Heimat" muss geredet werden

Gabriel forderte in dem Beitrag mit Blick auf die Herausforderungen durch den Rechtspopulismus zudem eine offene Debatte über Begriffe wie "Heimat" und "Leitkultur". "Ist die Sehnsucht nach einer "Leitkultur" angesichts einer weitaus vielfältigeren Zusammensetzung unserer Gesellschaft wirklich nur ein konservatives Propagandainstrument, oder verbirgt sich dahinter auch in unserer Wählerschaft der Wunsch nach Orientierung in einer scheinbar immer unverbindlicheren Welt der Postmoderne?", schrieb er.

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