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Markus Söder warnt: "Umfragewerte sind Bundeskanzlerin geschuldet"

Gute Umfragen wegen Kanzlerin  

Söder warnt eigene Partei vor Selbstüberschätzung

01.07.2020, 09:35 Uhr | dpa

Markus Söder warnt: "Umfragewerte sind Bundeskanzlerin geschuldet". Markus Söder auf dem Weg zu einer Pressekonferenz: Der CSU-Chef warnt die eigene Partei vor Höhenflügen wegen der derzeitigen Umfragewerte.   (Quelle: imago images/S. Adam)

Markus Söder auf dem Weg zu einer Pressekonferenz: Der CSU-Chef warnt die eigene Partei vor Höhenflügen wegen der derzeitigen Umfragewerte. (Quelle: S. Adam/imago images)

In einem Interview warnt CSU-Chef Söder seine eigene Partei davor, das aktuelle Umfragen-Hoch zu überschätzen. Den Grund für die Beliebtheit der Union gäbe es dann nicht mehr. 

CSU-Chef Markus Söder hat die Union angesichts ihrer aktuellen Umfragewerte vor Selbstüberschätzung für die Bundestagswahl im kommenden Jahr gewarnt. "Wir haben schon oft erlebt, dass sich bei Bundestagswahlen alles verändert", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Augsburger Allgemeinen". CDU und CSU kamen jüngst in Umfragen auf Werte zwischen 36,5 und 40 Prozent und lagen damit weit vor Grünen und SPD.  

"Nicht einfach auf andere Personen übertragbar"

"Die jetzigen Umfragewerte für die gesamte Union sind der großen Zustimmung zu einer Bundeskanzlerin geschuldet, die dann nicht mehr da sein wird." Sie seien "nicht so einfach auf andere Personen übertragbar", betonte Söder. Einfach zu glauben, "das geht endlos so weiter", wäre ein großer Fehler.

Bei der Bundestagswahl sieht Söder schon lange die Grünen als "Hauptherausforderer der Union" zugleich mahnte er aber auch an, jetzt nicht schon über mögliche Koalitionen oder auch mögliche Kanzlerkandidaten zu spekulieren. Es werde "einen sehr ambitionierten Wettbewerb geben, wer die Nummer eins ist in Deutschland und wer den Kanzler stellen kann oder die Kanzlerin".  

Umweltpolitik nicht anderen Parteien überlassen

Die Wähler seien zudem grundsätzlich skeptisch, wenn sie den Eindruck hätten, Parteien würden eine Regierung ausmauscheln, sagte Söder. "Wir alle haben im Moment nur den Auftrag, die Corona-Krise zu meistern. Aufgabe der Union für die Bundestagswahl wird es sein, eine klare Strategie für sich festzulegen."

In diesem Zusammenhang warnte Söder auch davor, Großstädte und Umweltpolitik anderen Parteien zu überlassen. "Es muss Auftrag der Union sein, ein politisches Angebot zu entwickeln für eine liberale Demokratie und gegen die AfD", sagte er. "Für eine moderne, digitalisierte Republik, die einen Technologiesprung macht. Und für eine ökologische, die es schafft, modernes Wirtschaftswachstum und Klimaschutz zu verbinden."  

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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