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Klimaschäden: Deutschland und Emirate sagen 200 Millionen Dollar zu


Deutschland und die Emirate sagen 200 Millionen Dollar zu

Von t-online, LMK

Aktualisiert am 30.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Sultan Ahmed al-Dschaber (Archivbild): Der Chef des staatlichen Ölkonzerns Adno hat den Vorsitz der COP28 inne.Vergrößern des BildesSultan Ahmed al-Dschaber (Archivbild): Deutschland und die Emirate sagen 200 Millionen Dollar für Klimaschäden zu. (Quelle: IMAGO/Janine Schmitz/photothek.de)
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Um Klimaschäden auszugleichen, haben Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate überraschend 183 Millionen Euro zugesagt. Das verkündeten sie zum Beginn der Weltklimakonferenz.

Zum Auftakt der Weltklimakonferenz haben Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate überraschend 200 Millionen US-Dollar (etwa 183 Millionen Euro) für den Ausgleich von Klimaschäden in besonders verwundbaren Staaten zugesagt. Dies sagten der Präsident der COP28, Sultan al-Dschaber, und Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) am Donnerstag in Dubai.

Damit fließt erstmals Geld in den im vergangenen Jahr auf der UN-Klimakonferenz in Ägypten beschlossenen Fonds. Auch Großbritannien, die USA und Japan machten finanzielle Zusagen.

Die Hilfen aus dem Geldtopf sollen etwa nach Unwettern oder langen Dürren, die auf die Erderwärmung zurückzuführen sind, in betroffene Regionen fließen. Laut einem vorläufigen Kompromissvorschlag sollen alle Staaten aber nur auf freiwilliger Basis zahlen, auch eine konkrete Summe wurde bisher nicht verabredet. Klimabedrohte Länder im globalen Süden wie Inselstaaten erwarten, dass vor allem reiche Industrieländer Geld geben. Manche hoffen auf insgesamt dreistellige Milliardensummen jährlich.

Klimabeschluss sei "historisch" und "phänomenal"

Gastgeber al-Dschaber bezeichnete es als "historisch" und "phänomenal", dass direkt zu Beginn der Konferenz diese Entscheidung getroffen worden sei. Auch Schulze, die per Video nach Dubai zugeschaltet war, sprach von einer "bahnbrechenden Entscheidung für die Verwundbarsten". Beide riefen andere Staaten auf, ebenfalls Zusagen zu machen.

Durch das Vorpreschen stehen nun die weiteren rund 160 Staats- und Regierungschefs, die in den kommenden Tagen auf der Klimakonferenz sprechen werden, unter Zugzwang.

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hatte erst kürzlich die Öl- und Gas-Staaten am Golf, aber auch China aufgefordert, in den Fonds einzuzahlen. Wer geopolitische Verantwortung tragen wolle, müsse dies auch klimapolitisch tun.

"Der Fonds für Klimaschäden ist bereit, aufgefüllt zu werden!"

Sabine Minninger, Klimaexpertin von Brot für die Welt, nannte die Ankündigung direkt zum Start der Konferenz auch einen "strategisch wichtigen Schachzug". Der Gastgeber und Deutschland zeigten damit auch Schwellen- und ölexportierenden Entwicklungsländern: "Der Fonds für Klimaschäden ist bereit, aufgefüllt zu werden." Diese hätten keine Ausrede mehr, sich vor einer finanziellen Ankündigung zu drücken.

"Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate gehen gemeinsam voran. Zugleich rufen wir gemeinsam alle Länder auf, die willens und in der Lage sind, ebenfalls zum neuen Fonds gegen Klimaschäden beizutragen", sagte Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze, nach Spiegelinformationen. Dabei solle etwa die Hälfte des Betrags, also circa 100 Millionen US-Dollar (etwa 92 Millionen Euro) von Deutschland finanziert werden.

Die Vereinigten Arabischen Emirate seien mit dem Abkommen das erste Entwicklungs- und Ölland, das eine Ankündigung in der Art verkündete, so der "Spiegel". Deutschland und die Emirate zeigen mit dem Beschluss, dass auch in schwierigen Zeiten globale Kommunikation möglich ist. Ein "wertvolles Signal", wie es Schulze nennt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • spiegel.de: Weltklimakonferenz startet mit Durchbruch
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