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Ermittler im Fall Lübcke finden 46 Schusswaffen

Mordfall Lübcke  

Ermittler finden deutlich mehr Schusswaffen als bisher bekannt

21.08.2019, 10:53 Uhr | dpa

Ermittler im Fall Lübcke finden 46 Schusswaffen . Walter Lübcke verkündet die Entscheidung zum Bau einer Abwasserleitung zur Werra (Archivbild):  Lübcke wurde am 2. Juni in seinem Haus bei Kassel erschossen. (Quelle: dpa/Uwe Zucchi)

Walter Lübcke verkündet die Entscheidung zum Bau einer Abwasserleitung zur Werra (Archivbild): Lübcke wurde am 2. Juni in seinem Haus bei Kassel erschossen. (Quelle: Uwe Zucchi/dpa)

Bislang war nur öffentlich geworden, dass die Polizei aus einem Erddepot des am 15. Juni festgenommenen Tatverdächtigen Stephan E. fünf Waffen sichergestellt hatte. Bei den drei Beschuldigten sind aber insgesamt 46 Schusswaffen gefunden worden.

Im Mordfall Lübcke haben Ermittler bei Durchsuchungen wesentlich mehr Waffen gefunden, als bisher bekannt war. Sie beschlagnahmten insgesamt 46 Schusswaffen, wie aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Linke) hervorgeht. Die Waffen würden derzeit noch kriminaltechnisch untersucht, ebenso weitere gefundene Gegenstände wie Chinaböller, Messer und Sportbögen. Details zu Fundort und Art der Waffen machten die Ermittler nicht, auch nicht dazu, welchem der drei Verdächtigten sie zuzuordnen sind. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Bisher gab es 30 Durchsuchungen

Im Fall des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) wird gegen den Hauptverdächtigen Stephan E. ermittelt, sowie wegen Beihilfe gegen Markus H. und Elmar J., die mit dem Verkauf der Tatwaffe in Verbindung gebracht werden. Wie aus der Antwort des Innenministeriums hervorgeht, gab es 21 Durchsuchungen mit richterlicher Anordnung, 9 weiteren stimmten die Betroffenen zu. Durchsucht worden seien Objekte in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg.

 

 
Lübcke war am 2. Juni in seinem Haus bei Kassel erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der 45-jährige Stephan E. hatte die Tat zunächst gestanden, später aber widerrufen. Der Verdächtige hatte den Ermittlern auch ein Waffenversteck auf dem Gelände seines Arbeitgebers in Kassel verraten. Dort hatten die Ermittler zunächst fünf Schusswaffen, darunter die Tatwaffe, gefunden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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