Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Außenpolitik >

China: Angela Merkel blieb sitzen – Sprecherin liefert Erklärung

Bei Empfang in China  

Merkel sitzt, ihr Gastgeber steht – warum?

07.09.2019, 12:31 Uhr | dru, t-online.de

Kuriose Szene bei Merkel-Besuch in China sorgt für Verwirrung

Empfang für die Bundeskanzlerin in Peking mit militärischen Ehren: Plötzlich steht Chinas Ministerpräsident Li Keqiang auf bei der chinesischen Nationalhymne. Warum? (Quelle: t-online.de)

Peking: Beim Empfang für Angela Merkel kam es zwischen der Bundeskanzlerin und Chinas Ministerpräsidenten zu einer kuriosen Szene. (Quelle: t-online.de)


Kanzlerin Merkel hat die militärische Begrüßung in Peking im Sitzen verfolgt. Ihr Gastgeber stand bei der Hymne allerdings auf. Warum? Merkels Sprecherin liefert die Erklärung.

In Deutschland hat man sich inzwischen daran gewöhnt, dass die Bundeskanzlerin militärische Empfänge teilweise im Sitzen absolviert. Im Ausland ist es ein Novum.

Auf Bitten der deutschen Delegation stellten die chinesischen Gastgeber bei der Begrüßungszeremonie für Angela Merkel zwei Stühle auf dem Vorplatz der Großen Halle des Volkes in Peking auf: einen für die Bundeskanzlerin, den anderen für Chinas Premier Li Keqiang. Nach Merkels Eintreffen nahmen beide Regierungschefs auf ihren Stühlen Platz, lauschten dort der deutschen Nationalhymne.

"China diktiert die Regeln – auch Deutschland": Welchen Kurs China fährt und warum deutsche Wirtschaftsbosse dabei sind, erklärt t-online.de-Chefredakteur Florian Harms, der mit der Bundeskanzlerin nach Peking gereist ist. (Quelle: t-online.de)

Bei der chinesischen Hymne stand Li allerdings auf. Medienvertreter wollten bei der anschließenden Pressekonferenz wissen, ob das nicht als Affront zu werten gewesen sei. Vize-Regierungssprecherin Martina Fietz stellte jedoch klar: "Natürlich war der protokollarische Ablauf für die militärischen Ehren mit der chinesischen Seite abgestimmt, und zwar im Vorfeld. Die Stühle wurden auch von der chinesischen Seite zur Verfügung gestellt." Im Übrigen sei auch die Bundeskanzlerin vorher genau informiert gewesen, dass Li Keqiang aufstehen werde, teilte das Bundespresseamt später mit.
 

 
Bei ähnlichen Anlässen in Deutschland war Merkel zuletzt mehrfach sitzen geblieben. Grund dafür waren drei öffentliche Auftritte im Frühjahr, bei denen sie im Stehen stark gezittert hatte. Die Vorfälle hatten Spekulationen über den Gesundheitszustand der Bundeskanzlerin ausgelöst. Im Juli allerdings blieb sie beim Abnehmen der Militärparade am Nationalfeiertag in Paris wieder lange stehen – ohne zu zittern.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Bericht bei "Bild"

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal