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Lauterbach: "Zweiter Lockdown wird nicht notwendig werden"

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Lauterbach: "Zweiter Lockdown wird nicht notwendig werden"

31.08.2020, 11:24 Uhr | dpa

Lauterbach: "Zweiter Lockdown wird nicht notwendig werden". Karl Lauterbach: Der SPD-Gesundheitsexperte kritisiert die von Bund und Ländern am Donnerstag beschlossenen neuen Corona-Regeln. (Quelle: imago images/Reiner Zensen)

Karl Lauterbach: Der SPD-Gesundheitsexperte kritisiert die von Bund und Ländern am Donnerstag beschlossenen neuen Corona-Regeln. (Quelle: Reiner Zensen/imago images)

Karl Lauterbach glaubt nicht an einen zweiten Lockdown in der Corona-Krise. Er regte allerdings an, die Tests zu verbessern. Erneute Schulschließungen hält er für unzumutbar.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält in der Corona-Krise einen zweiten Lockdown für unwahrscheinlich. "Ein zweiter Lockdown wird nicht notwendig werden", sagte Lauterbach dem Wirtschaftsmagazin "Business Insider". Wichtig sei, dass man klug teste und Infektionsketten effektiv nachverfolge. Schul- und Kitaschließungen halte er für "völlig falsch. Wir können es uns auf keinen Fall leisten, die Schulen und Kitas noch einmal komplett zu schließen." Dies sei aus Lauterbachs Sicht den Kindern nicht zuzumuten. Außerdem seien sie nicht so stark durch das Virus gefährdet. Lehrer und Erzieher sollten allerdings regelmäßig getestet werden, so der Epidemiologe.

Lauterbach kritisiert die von Bund und Ländern am Donnerstag beschlossenen neuen Corona-Regeln: Vor allem, dass sich die Länder nicht auf eine gemeinsame Richtlinie für Feiern geeinigt hätten. "Diese werden als Superspreader-Ereignisse in den kommenden Monaten eine riesige Rolle spielen. Da wäre eine Obergrenze von 25 Personen in privaten Räumlichkeiten und von 50 in angemieteten Räumen eine richtige Lösung gewesen." Eine grundlegende Änderung wünscht sich Lauterbach bei der häuslichen Quarantäne. Hier würden seiner Ansicht nach sieben Tage genügen, statt wie bislang zwei Wochen. Eine kürzere Isolation könne dazu beitragen, dass die Quarantäne-Regeln besser eingehalten würden. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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