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Städtetag begrüßt Corona-Modellprojekt – und mahnt zur Vorsicht

Corona-Modellprojekt  

Städte ohne Lockdown? Verband mahnt zur Vorsicht

26.03.2021, 09:30 Uhr
Städtetag begrüßt Corona-Modellprojekt – und mahnt zur Vorsicht. Biergarten in Tübingen: Dank eines Modellprojekts darf hier die Außengastronomie für Gäste mit negativem Test öffnen.  (Quelle: dpa/Christoph Schmidt)

Biergarten in Tübingen: Dank eines Modellprojekts darf hier die Außengastronomie für Gäste mit negativem Test öffnen. (Quelle: Christoph Schmidt/dpa)

Als Versuch sollen einige Städte und Kommunen die Corona-Maßnahmen lockern dürfen. Laut dem Deutschen Städtetag aber eignet sich nicht jede Kommune: "Die Gegebenheiten sind von Stadt zu Stadt unterschiedlich." 

Der Deutsche Städtetag begrüßt das Modellprojekt von Bund und Ländern, nach dem in einzelnen Städten und Kommunen wieder Lockerungen der Corona-Maßnahmen möglich werden. "Was wir aus solchen Versuchen lernen, kann helfen, abgesicherte Strategien für zukünftige Öffnungsschritte zu entwickeln", teilte der Präsident Burkhard Jung t-online mit. Bei der Auswahl der Corona-Modellregionen mahnt Jung jedoch zur Vorsicht: "Die Gegebenheiten sind von Stadt zu Stadt unterschiedlich." Wichtig sei zudem, dass solche Projekte wissenschaftlich begleitet werden. 

Das Projekt war bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag beschlossen worden. Die Bundesländer können nun einzelne Städte und Kommunen für "zeitlich befristete Modellprojekte" auswählen. Dort können dann unter strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens wieder geöffnet werden. Das Interesse der Städte und Kommunen ist groß. In den Bundesländern gibt es bereits zahlreiche Bewerbungen. 

Merkel ruft Bürgermeister und Landräte zu Kreativität auf

Nun seien die Länder gefordert, rasch die Einzelheiten festzulegen, fordert Jung, der auch Oberbürgermeister der Stadt Leipzig ist. Erst dann können die Projekte starten. Weiter teilte Jung mit: "Es ist unglücklich, wenn der Eindruck entsteht, die Städte seien nicht kreativ und entschlossen genug."

Kanzlerin Angela Merkel hatte in ihrer Regierungserklärung am Donnerstag Bürgermeister und Landräte zu mehr Kreativität aufgerufen. "Es ist keinem Bürgermeister und keinem Landrat verwehrt, das zu tun, was in Tübingen und Rostock gemacht wird", hatte Merkel gesagt. Die beiden Städte in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern gelten als vorbildlich in ihrer Strategie bei der Pandemiebewältigung.

Städtetag: Noch zu früh, um aus Beispiel Tübingen Schlüsse zu ziehen

In Tübingen läuft seit dem 15. März das Projekt "Öffnen mit Sicherheit", das als Vorbild für die bundesweit geplanten Projekte gilt.  An mehreren Teststellen in der Stadt können die Menschen kostenlose Tests machen, das Ergebnis wird bescheinigt. Damit kann man in Läden oder zum Friseur. Aber auch Außengastronomie und Kultureinrichtungen wie das Theater dürfen Gäste mit Zertifikat empfangen und bedienen. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, erste Ergebnisse werden nach Ostern erwartet.

"Mit großem Interesse beobachten wir das Projekt in Tübingen, das dort vom Land bereits genehmigt wurde", teilte Jung t-online mit. "Noch ist es allerdings zu früh, um aus dem modellhaften Vorgehen in einer Stadt Schlüsse zu ziehen, die auf ganze Regionen oder ganz Deutschland übertragen werden können", so Jung.

Verwendete Quellen:
  • Statement von Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetags
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP

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