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Kanzlerin Merkel: "Müssen im Herbst mit den Nachimpfungen beginnen"

Corona-Pandemie  

Merkel: "Müssen im Herbst mit den Nachimpfungen beginnen"

10.06.2021, 18:36 Uhr | AFP, pdi

Merkel: "Müssen im Herbst mit den Nachimpfungen beginnen"

Angela Merkel sieht Deutschland in einem Impfwettlauf gegen die gefährliche Delta-Mutation. Die ältere Generation müsse schon im Herbst nachgeimpft werden. (Quelle: t-online/Reuters)

"Extrem erfreulich": Angela Merkel zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland. (Quelle: t-online)


Angela Merkel sieht Deutschland in einem Impfwettlauf gegen die gefährliche Delta-Mutation. Die ältere Generation müsse schon im Herbst nachgeimpft werden. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor der Gefahr der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. "Das, was uns Sorge macht ist die sogenannte Delta-Variante, die sich in Großbritannien wieder sehr stark ausbreitet", sagte Merkel am Donnerstag im Anschluss an Beratungen mit der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin. "Wir nehmen diese Delta-Variante sehr ernst", sagte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Jeder Tag mit wenigen Fällen der Delta-Variante sei ein guter Tag, betonte Merkel. Die Ausbreitung der Variante in Deutschland werde sich wohl nicht verhindern lassen, aber "entscheidend ist wann und unter welchen Bedingungen". "Wir sind im Grund in einem Wettlauf mit dem Impfen", sagte die Bundeskanzlerin. Derzeit macht die Delta-Variante 2,5 Prozent aller Corona-Infektionen in Deutschland aus. 

Entwicklungen in Deutschland "extrem erfreulich"

Merkel nannte gleichzeitig die aktuelle Entwicklung in Deutschland aber "extrem erfreulich", was die Corona-Fallzahlen anbelange. "Wir können sagen, dass sich die Anstrengungen der vergangenen Monate gelohnt haben." Allerdings sei die Pandemie damit nicht verschwunden, wie das wieder exponentielle Wachstum in Großbritannien wegen der Delta-Variante zeige.

Die Ministerpräsidenten trafen bei ihren Gesprächen keine Entscheidung zur Durchführbarkeit von Großveranstaltungen und Sportveranstaltungen. Wie Merkel sagte, sollen sich die Staatskanzleichefs der Bundesländer nun darüber verständigen. Bund und Länder sollten sich in nächster Zeit alle vier Wochen auf der Ebene der Staatskanzleichefs austauschen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte, es gelte erst die weitere Entwicklung zu beobachten. Immerhin sei man bei Großveranstaltungen jetzt überhaupt "überraschend schnell in der Lage, wo wir darüber wieder reden können". Es gebe wieder Perspektiven, aber man werde nicht "ab morgen Großveranstaltungen zulassen" können. Söder sagte, es werde auch auf die Art der Veranstaltungen kommen, Fußballspiele wie aktuell bei der EM seien hier mit guten Hygienekonzepten weniger problematisch als beispielsweise ein Rockkonzert. 

Nachimpfen ab Herbst

In der zweiten Augusthälfte solle es dann vor der Bundestagswahl noch eine Ministerpräsidentenkonferenz geben, bei der über die pandemische Lage und über das weitere Vorgehen beim Impfen beraten werden solle, kündigte Merkel an. Die Kanzlerin wie auch die Länderchefs stellten klar, dass das Thema Impfen alle noch lange begleiten werde. "Wir werden im Herbst mit den Nachimpfungen beginnen müssen für die ältere Generation", sagte Merkel. Insofern soll auch zumindest ein teilweiser Weiterbetrieb der Impfzentren eine Option bleiben.

Bei dem Treffen handelte es sich um eine turnusmäßige reguläre Ministerpräsidentenkonferenz, bei der Corona nur eines von mehreren Themen war. Schwerpunkte waren außerdem der Klimaschutz und die Digitalisierung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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