• Home
  • Politik
  • Deutschland
  • "Markus Lanz": Talkshow-GĂ€ste halten ziellose RedebeitrĂ€ge


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextHeftige Proteste in UsbekistanSymbolbild fĂŒr einen TextOslo: Frau rammt Auto von ExtremistenSymbolbild fĂŒr einen TextFlughafen Frankfurt verhĂ€ngt Tier-EmbargoSymbolbild fĂŒr einen TextGroße Überraschung in WimbledonSymbolbild fĂŒr einen TextÖsterreicherin stirbt nach HaiangriffSymbolbild fĂŒr einen TextBundesligist schlĂ€gt auf Transfermarkt zuSymbolbild fĂŒr einen TextPolit-Prominenz bei Adels-TrauerfeierSymbolbild fĂŒr einen TextZehn Millionen Euro beim Lotto am SamstagSymbolbild fĂŒr einen TextMassenschlĂ€gerei auf "Karls Erdbeerhof"Symbolbild fĂŒr einen TextSchauspieler Joe Turkel ist totSymbolbild fĂŒr einen TextHorror-Crash nach VerfolgungsfahrtSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserZigaretten knapp: Diese Marken betroffenSymbolbild fĂŒr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Haseloff teilt gegen Laschet aus

Eine TV-Kritik von Christian Bartels

Aktualisiert am 03.11.2021Lesedauer: 3 Min.
CDU-Politiker Reiner Haseloff war bei "Markus Lanz" zu Gast.
CDU-Politiker Reiner Haseloff war bei "Markus Lanz" zu Gast. (Quelle: Political Moments/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Der MinisterprĂ€sident von Sachsen-Anhalt spricht bei "Markus Lanz" die Fehler seiner Partei in den vergangenen Monaten deutlich an. Das soll sich nun Ă€ndern – einen Favoriten auf den CDU-Parteivorsitz hat er auch.

Aus Reiner Haseloff sprudelte es geradezu heraus: Der aus Magdeburg (mit der Elbe im Bildhintergrund) zugeschalteten MinisterprÀsident machte deutlich, dass seine Partei im Bundestagswahlkampf versagt hatte: HÀtte die CDU vor der Bundestagswahl auf ihre Basis gehört, "hÀtten wir die Wahl sicherlich gewonnen", antwortete er auf die Frage von Markus Lanz, ob in der CDU die "Basisdemokratie ausgebrochen" ist, da der nÀchste Vorsitzende per Mitgliederbefragung gewÀhlt werden soll.

Die GĂ€ste

  • Reiner Haseloff, MinisterprĂ€sident von Sachsen-Anhalt (CDU)
  • Dirk Brockmann, Physiker und KomplexitĂ€tsforscher
  • Alena Buyx, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates
  • Svenja Flaßpöhler, Chefredakteurin des "Philosophie-Magazins"
  • Robin Alexander, Journalist

Haseloff, der sich fĂŒr Markus Söder als Kanzlerkandidaten ausgesprochen hatte, warf Armin Laschet vor, im Wahlkampf wegen einer "vorgezogenen Regierungsbildung" zu frĂŒh Kompromisse gemacht zu haben, und musste sich mit dem Argument, dass es ja nichts mehr nĂŒtzt, ĂŒber "vergossene Milch" zu lamentieren, selber bremsen. Als kĂŒnftigen CDU-Vorsitzenden sprach er sich fĂŒr Friedrich Merz aus.

Die Frage, ob sich die CDU denn keine Frau an der Spitze vorstellen kann, konterte er mit der Gegenfrage "Warum denn nicht zwischendurch einen Mann ranlassen?" Immerhin war ja Angela Merkel von 2000 bis 2018 Parteivorsitzende. Haseloff war in Fahrt und blieb es, als Lanz das grĂ¶ĂŸere Sendungsthema, ansprach: Corona.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Bundesregierung rÀt zum Kauf von Notstromaggregaten
Heizkraftwerk Nord der Stadtwerke MĂŒnchen, 21. Juni 2022


Zwar sieht er bei der Intensivbetten-Auslastung in seinem Bundesland derzeit kein Problem, doch geizte er nicht mit scharfen Worten. Ungeimpfte belasteten das Gesundheitssystem, argumentierte er, weil vor allem sie schwer am Virus erkrankten. Und er sei "enttĂ€uscht, dass ĂŒber ein Drittel bei uns sich nicht impfen lassen", doch: "Das mĂŒssen wir als Demokraten wahrscheinlich aushalten ..."

Lanz-Bemerkung trifft zu

Da traf Lanz' Bemerkung, dass die Politik "das Wort Impfpflicht großrĂ€umig umkreist", aber nicht aussprechen will, zu. SpĂ€ter nutzte Haseloff Gelegenheiten, selber "Riesenhandlungsbedarf" der Politik festzustellen, was sich sowohl an die noch geschĂ€ftsfĂŒhrende Bundesregierung richtete, die wieder "MPKs", also MinisterprĂ€sidentenkonferenzen, einberufen sollte, als auch an die nĂ€chste: Die mĂŒsse ĂŒber rechtliche Schritte nachdenken, bei denen es um die "Freiheitsgrade" Geimpfter und Ungeimpfter gehe. Fast schien es, als sei es Haseloff recht, wenn diese heikle Frage eine Bundesregierung ohne CDU-Beteiligung lösen muss.

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, Ă€ußerte sich auch enttĂ€uscht ĂŒber die Impfquote und brachte auf den Stand: Ungeimpfte Über-60-JĂ€hrige hĂ€tten "das exakt gleiche Risiko wie vor einem Jahr", doch seien deutschlandweit "4.000 Intensivbetten verloren, weil die PflegekrĂ€fte nicht mehr da sind".

Da mĂŒsse man PflegekrĂ€fte besser bezahlen, schlug Svenja Flaßpöhler, von Lanz als "bekannteste Philosophin dieses Landes" vorgestellt, vor. "Wo wollen Sie die Leute denn hernehmen?", fragte der "Welt"-Journalist und Talkshow-Haudegen Robin Alexander. TatsĂ€chlich seien die PflegekrĂ€fte "auch moralisch erschöpft", sagte Buyx.

Talkshow-GÀste halten ziellose RedebeitrÀge

Vielleicht hĂ€tte es der Sendung geholfen, wenn jemand aus dem Krankenhaus-Betrieb zu Gast gewesen wĂ€re. In dieser Lanz-Show waren fĂŒr Talkshows (in denen Redende ja oft unterbrochen werden) bemerkenswert lange, doch ziellose RedebeitrĂ€ge zu hören. Es ging um aufgeschnappte Nachrichten etwa ĂŒber die Feuerwehr von Chicago, um Erlebnisse in den Familien der GĂ€ste und um altbekannte Corona-Themen. Lanz warf kurz die Luftfilter-Frage in Schulen auf, ohne von Haseloff eine konkrete Antwort zur Lage in Sachsen-Anhalt einzufordern.

Die in Portugal und DĂ€nemark hohe Impfquote kam nicht nur einmal kurz zur Sprache. Und immer wieder kam die Bratwurst als Impfanreiz aufs Tapet, ĂŒber die Flaßpöhler sich mokierte. "Anreize funktionieren", daher sollte niemand ĂŒber die Bratwurst lachen, entgegnete Buyx und forderte: "Wir mĂŒssen aus unterschiedlichsten Rohren schießen", um den Anteil der Geimpften zu erhöhen. Das war der pragmatischste Vorschlag der Sendung.

Flaßpöhler betonte dann noch, dass es auf allen Seiten SensibilitĂ€t gebe (wozu der Umschlag ihres am Anfang von Lanz hochgelobten neuen Buches "Sensibel" eingeblendet wurde). Und Brockmann wies auf die "fundamentale Eigenschaft" des Virus hin, dass seine Übertragung immer zwischen zwei Menschen stattfindet. Daher sei es "falscher Reduktionismus", das Impfen zur Privatsache zu erklĂ€ren. Dazu wurde auch das Cover seines neuen, anfangs vom Moderator ebenfalls gelobten Buches "Im Wald vor lauter BĂ€umen" eingeblendet.

Mit "Das Gegenteil von Freiheit ist nicht das Impfen, das ist der Lockdown", hatte Alexander noch ein gutes Argument. Als Lanz schließlich die "noch sehr inspirierenden Gedanken zum Schluss" lobte, meinte er womöglich auch, dass es dieser Ausgabe seiner Sendung im Mittelteil daran – und an einem roten GesprĂ€chsfaden – gemangelt hatte.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Miriam Hollstein
Ein Gastbeitrag von Andreas Audretsch (GrĂŒne)
Angela MerkelArmin LaschetBundesregierungCDUElbeFriedrich MerzMagdeburgMarkus LanzMarkus SöderReiner Haseloff
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website