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Holocaust-Gedenktag: Antisemitismus sch├╝rt gro├če Sorgen

Von dpa
Aktualisiert am 26.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Das Holocaust-Mahnmal in Berlin erinnert an die Shoa.
Das Holocaust-Mahnmal in Berlin erinnert an die Shoa. Der Zentralrat der Juden beklagt "bedrohliche Entwicklungen in unserer Gesellschaft". (Quelle: Carsten Koall/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Zum Holocaust-Gedenktag hat der Zentralrat der Juden ein erschreckendes Ausma├č an Antisemitismus beklagt und z├╝gige Gegenma├čnahmen gefordert.

"Wenn wir die bedrohlichen Entwicklungen in unserer Gesellschaft aufhalten wollen, m├╝ssen den Worten Taten folgen", erkl├Ąrte Zentralratspr├Ąsident Josef Schuster in Berlin. Bundesinnenministerin Nancy Faeser nannte antisemitische Hetze "eine Schande f├╝r unser Land" und k├╝ndigte ein Demokratief├Ârdergesetz an. Bundespr├Ąsident Frank-Walter Steinmeier mahnte, die Erinnerung an die NS-Verbrechen wach zu halten.

Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 Gedenktag f├╝r die Opfer des Nationalsozialismus, darunter Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und politische Gegner des NS-Regimes. Es ist der Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz 1945.

Steinmeier in Sachsenhausen

Steinmeier besuchte am Vortag das fr├╝here Konzentrationslager Sachsenhausen n├Ârdlich von Berlin. Im Lager waren zwischen 1936 und 1945 nach Angaben der Gedenkst├Ątte mehr als 200.000 Menschen inhaftiert, Zehntausende kamen dort um. Steinmeier nannte es einen Schulungsort zur Perfektionierung des V├Âlkermords.

"Wir gedenken der Millionen von Menschen, die in Konzentrationslager verschleppt, gefoltert und dort ermordet worden sind", sagte der Bundespr├Ąsident. Die Verantwortung heute laute, allen Formen des Antisemitismus, des Rassismus und der Diskriminierung entschieden entgegenzuwirken.

Zentralrat erneuert Forderungen

Das forderte auch der Zentralrat der Juden in Deutschland. Es gebe seit Jahren Bem├╝hungen der Politik und der Zivilgesellschaft gegen Antisemitismus. Diese m├╝ssten schnell umgesetzt werden. Bei Staatsanwaltschaften m├╝ssten in allen Bundesl├Ąndern Antisemitismus-Beauftragte eingesetzt werden. Richter und Lehrer sollten im Studium mehr zum NS-Unrecht erfahren. Auch f├╝r ein Demokratief├Ârdergesetz pl├Ądierte der Zentralrat.

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Bei dem Vorhaben sei man sich einig, erkl├Ąrte Bundesinnenministerin Faeser. "Tief verwurzelter Menschenfeindlichkeit konsequent zu begegnen, ist nicht allein eine Aufgabe von Polizei, Justiz und Sicherheitsbeh├Ârden. Es ist eine Aufgabe f├╝r uns als Gesellschaft." Die Verharmlosung des NS-V├Âlkermords durch gelbe Sterne bei Corona-Demonstrationen sei besch├Ąmend. "All dem stellen wir uns als demokratischer Rechtsstaat entschieden entgegen", versicherte die SPD-Politikerin.

Auch Familienministerin Anne Spiegel (Gr├╝ne) warb f├╝r das Demokratief├Ârdergesetz. Berlins Regierende B├╝rgermeisterin Franziska Giffey forderte ebenfalls eine klare Haltung gegen alle, "die Antisemitismus und Rechtsextremismus wieder hoff├Ąhig machen wollen".

Kulturstaatsministerin Claudia Roth k├╝ndigte an, in der Gedenkst├Ąttenkonzeption des Bundes die p├Ądagogische Arbeit zu st├Ąrken. "Eine wichtige Aufgabe wird sein, die Erinnerung an die Verbrechen in Europa wachzuhalten, sie in ganz Europa sichtbarer zu machen und sie im kollektiven Ged├Ąchtnis zu verankern." Einige Gedenkst├Ątten gehen bei ihrer Arbeit neue Wege und nutzen auch kurze Videoclips auf Tiktok, um junge Leute mit Aufkl├Ąrung zur NS-Zeit zu erreichen. Das Pilotprojekt wurde am Mittwoch in Berlin vorgestellt.

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