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Nächster Ampelzoff? Grüne drohen mit Blockade der Klimagesetzreform


Nächster Ampelzoff? Grüne drohen mit Blockade der Klimagesetzreform

Von afp
18.04.2023Lesedauer: 1 Min.
Verkehr in Deutschland (Symboldbild): Die Bundesregierung will das Klimaschutzgesetz aufweichen.Vergrößern des BildesVerkehr in Deutschland (Symboldbild): Die Bundesregierung will das Klimaschutzgesetz aufweichen. (Quelle: imago images)
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Die Ampelkoalition hat entschieden, Vorgaben im Klimaschutzgesetz zu lockern. Damit stößt sie bei Experten auf Kritik. Die Grünen wollen nun offenbar nicht mehr mitziehen.

Nach der Warnung des Expertenrats für Klimafragen vor einer Aufweichung des Klimaschutzgesetzes durch die Ampelkoalition drohen die Grünen mit einer Blockade des Reformvorhabens im Bundestag.

"Der Expertenrat verweist zurecht darauf, dass bei der im Koalitionsausschuss vereinbarten Änderung des Klimaschutzgesetzes strikte Vorgaben einzuhalten sind", sagte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Stefan Gelbhaar, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Grüne warnen vor einem Verfassungsbruch

Deutschland dürfe nicht "sehenden Auges die gesetzlich verbindlichen Pariser Klimavorgaben verletzen oder sogar das Grundgesetz brechen", fügte der Grünen-Politiker unter Verweis auf das Pariser Klimaabkommen hinzu.

Die Koalitionsspitzen von SPD, Grünen und FDP hatten sich Ende März in einer Marathon-Sitzung auf eine Änderung des Klimaschutzgesetzes geeinigt. Demnach sollen die strikten jährlichen Sektorziele zum Treibhausgasausstoß etwa für den Verkehr und den Gebäudesektor aufgeweicht werden. Künftig soll es möglich sein, Zielverfehlungen durch Übererfüllung in einem Sektor in einem anderen auszugleichen.

"Das Bundesverfassungsgericht hat sehr deutlich gemacht, dass zu vage Sektorziele oder unklare CO2-Reduktionsvorgaben verfassungswidrig sind", betonte Gelbhaar nun. Einer Reform des Klimaschutzgesetzes, "die gleich wieder in Karlsruhe kassiert wird", werde seine Partei nicht zustimmen.

Kritik vom Expertenrat: "Glaubwürdigkeitsproblem"

Der Vorsitzende des Klimaexpertenrats, Hans-Martin Henning, hatte am Montag ausdrücklich dafür plädiert, wie bisher "jahresscharfe Ziele für jeden Sektor" für die erlaubte Menge an Emissionen festzulegen.

Die Vize-Vorsitzende Brigitte Knopf betonte, ohne konkrete Ziele habe die Politik ein "Glaubwürdigkeitsproblem". Eine Änderung verstieße aus Expertensicht wohl auch gegen das wegweisende Klimaschutzurteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2021.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur afp
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