t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon



Menü Icon
t-online - Nachrichten für Deutschland
HomePolitikDeutschlandInnenpolitik

Peer Steinbrück: SPD-Politiker geht mit Olaf Scholz hart ins Gericht


"Mangel an Führung und Orientierung"
Steinbrück geht hart mit Scholz ins Gericht

Von dpa-video
Aktualisiert am 26.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Peer Steinbrück bei einer SPD-Veranstaltung im Jahr 2023.Vergrößern des BildesPeer Steinbrück bei einer SPD-Veranstaltung im Jahr 2023. (Quelle: IMAGO/Frank Ossenbrink)
Auf Facebook teilenAuf x.com teilenAuf Pinterest teilen
Auf WhatsApp teilen

Der Bundeskanzler rühmte sich einst damit, dass er Führung liefere. Doch das sieht ein ehemaliger SPD-Finanzminister anders. Er kritisiert Olaf Scholz deutlich.

Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück wünscht sich mehr Führung durch Bundeskanzler Olaf Scholz (beide SPD). "Es gibt einen Mangel an Führung und an Orientierung in diesen Zeiten großer Unsicherheit", sagte Steinbrück der "Rhein-Neckar-Zeitung". Auf die Frage, ob es auch am schwachen Führungsstil von Scholz liege, dass die Ampel ein solch desaströses Bild abgebe, sagte Steinbrück: "Ich würde ja Ihre Urteilsfähigkeit und die Ihrer Leserschaft beleidigen, wenn ich das schönreden würde."

Der SPD-Kanzlerkandidat von 2013 warf der Ampelkoalition ferner handwerkliche Schwächen vor. "Wenn ich das Heizungsgesetz, die Kindergrundsicherung und jetzt dieses Cannabisgesetz betrachte, dann ist durchaus festzustellen, dass es an gutem Handwerk fehlt. Damit drücke ich mich höflich aus", sagte Steinbrück. Er fügte hinzu: "Wenn sich drei Koalitionspartner permanent in den Haaren liegen und in der Mitte ein eher moderierender Kanzler mehrere Versuche macht, die Koalition zusammenzuhalten, dann aber einige Beteiligte glauben, sich dennoch Ausreißer leisten zu müssen, dann ist das selbstredend nicht vertrauensbildend."

Steinbrück beklagte zugleich eine "Tendenz zur permanenten Nörgelei". "Von der Politik eine Vollkaskoabsicherung gegen alle denkbaren Risiken zu erwarten, sie aber am Stammtisch oder beim Sektempfang für unfähig oder Schlimmeres zu erklären, das passt nicht", betonte der 77-Jährige. Die Politik solle fördern, aber sie dürfe auch fordern, ohne dass ein Aufschrei der Empörung über das Land fege.

Steinbrück war von 2005 bis 2009 Finanzminister im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und in dieser Zeit auch stellvertretender SPD-Vorsitzender. Davor war er Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Als SPD-Kanzlerkandidat 2013 hatte er keinen Erfolg. 2016 schied Steinbrück aus dem Bundestag aus.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...



TelekomCo2 Neutrale Website