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Neue Studie: AfD-Wähler glauben Falschmeldungen am ehesten


Studie über Fake News
AfD-Anhänger glauben eher Falschmeldungen

t-online, dru

Aktualisiert am 21.10.2017Lesedauer: 1 Min.
Das Aufkommen an Fake News in den sozialen Netzwerken war 2017 deutlich größer als in zurückliegenden Wahlkämpfen.Vergrößern des BildesDas Aufkommen an Fake News in den sozialen Netzwerken war 2017 deutlich größer als in zurückliegenden Wahlkämpfen. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa-bilder)
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Noch nie spielten Falschmeldungen eine derart große Rolle im Wahlkampf wie vor der zurückliegenden Bundestagswahl. Und wie eine aktuelle Studie belegt, erzielten Fake News dabei oft die gewünschte Wirkung – vor allem bei den Anhängern der AfD.

In einer repräsentativen Telefonumfrage konfrontierte die Berliner Denkfabrik „Stiftung Neue Verantwortung“ Bürger mit ausgewählten Falschnachrichten, die im Wahlkampf vor allem in den sozialen Netzwerken wie Facebook eine Rolle gespielt hatten. Ergebnis: Bei AfD-Wählern war die Bereitschaft, Fake News zu glauben, am größten.

75 Prozent der befragten Rechtswähler hielten etwa die Falschmeldung, dass jeder zweite Flüchtling keinen Schulabschluss habe, für wahr. Bei Grünenwählern waren es 40 Prozent. Die unzutreffende Behauptung, Kirchenfrau Margot Käßmann habe alle Deutschen Nazis genannt, hielt ein Viertel der AfD-Wähler für glaubwürdig – gegenüber fünf Prozent der Grünen-Anhänger.

Falschmeldungen zu Flüchtlingen verfingen vor allem bei AfD-Wählern

Sämtliche Falschmeldungen zum Thema Migration beurteilten AfD-Wähler der Studie zufolge "viel häufiger als wahr als der Durchschnitt", so Alexander Sängerlaub, der das Fake-News-Projekt leitet. Etwa die, dass Flüchtlinge in Deutschland kostenlos einen Führerschein vom Staat finanziert bekämen. 41 Prozent der AfD-Anhänger hielten diese Information für wahr, im Vergleich zu 14 Prozent aller Befragten.

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Sängerlaubs Fazit: "Geglaubt wird, was ins Weltbild passt." Fake News würden vor allem dort wirken, wo sie geglaubt werden sollten und wo sie dazu beitrügen, die verzerrte Realität zu zeichnen, die politisch gewollt sei. Umgekehrt hatten es echte News bei AfD-Wählern besonders schwer: Über die Hälfte hielt die Forderung von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nach einem „Arbeitslosengeld Q“ – einer Förderung für Jobsuchende, die sich weiterbilden – für Fake News.

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