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Bamf-Affäre: Scharfe Kritik an Ex-Bamf-Chef Weise

"Am Fließband entschieden"  

Asylbehörde kritisiert Ex-Bamf-Chef Weise scharf

28.05.2018, 05:16 Uhr | dpa

Bamf-Affäre: Scharfe Kritik an Ex-Bamf-Chef Weise. Frank-Jürgen Weise leitete das Flüchtlingsbundesamt in der Hochphase der Flüchtlingskrise. (Quelle: dpa/Federico Gambarini)

Frank-Jürgen Weise leitete das Flüchtlingsbundesamt in der Hochphase der Flüchtlingskrise. (Quelle: Federico Gambarini/dpa)

Der Personalrat der Behörde hat massive Kritik gegenüber dem ehemaligen Leiter Frank-Jürgen Weise geäußert. Die aktuellen Skandale seien das Resultat seines Führungsstils. Weise leitete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in der Hochphase der Flüchtlingskrise.

Im Bremer Asyl-Skandal hat der Chef des Gesamtpersonalrats beim Bundesflüchtlingsamt schwere Vorwürfe gegen dessen früheren Leiter Frank-Jürgen Weise erhoben. "Unter der Amtsleitung von Herrn Weise wurde das Bamf auf marktwirtschaftliche Benchmarks getrimmt. Über das Grundrecht auf Asyl wurde wie am Fließband entschieden", sagte Personalratschef Rudolf Scheinost den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Jetzt zahlen wir mit den vielen Gerichtsurteilen gegen Bamf-Entscheidungen sowie den Pannen, Fehlern und Unregelmäßigkeiten bei den Außenstellen die Rechnung für diese Behördenpolitik." Scheinost fügte hinzu: "Wir müssen die Asylverfahren wieder entschleunigen."

Weise verteidigt sein Vorgehen

Weise hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in der Hochphase der Flüchtlingskrise von September 2015 bis Ende 2016 geleitet. Er verteidigte sein Vorgehen. Die Unregelmäßigkeiten in Bremen seien "im Kern auf persönliches Fehlverhalten" und "wohl auf falsch verstandene Humanität" zurückzuführen. Solche Fehler hätten "auch ohne Umbau der Behörde und Ansturm passieren können", erklärte er.

Die Bamf-Führung habe in der Flüchtlingskrise jedoch abwägen müssen, was schlimmer wäre: "Weiter monate- oder gar jahrelange Wartezeiten bei den Asylverfahren mit gravierenden Folgen für die Betroffenen und auch für die Gesellschaft? Oder eine massive Beschleunigung mit dem Risiko, dass unerfahrene Mitarbeiter und Dolmetscher auch Fehler machen können?", erklärte Weise. Wenn damals nicht der zweite Weg beschritten worden wäre, wären heute noch immer Hunderttausende Asylverfahren unbearbeitet.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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