Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Innenpolitik >

Weniger Wartezeit in Kliniken: Spahn will die Notfallversorgung reformieren

Neuer Gesetzesentwurf  

Spahn will die Notfallversorgung reformieren

22.07.2019, 08:31 Uhr | dpa

 (Quelle: Lisa Ducret/Archivbild/dpa)
Jens Spahn: Gesundheitsminister will Notaufnahmen verbessern

Bundesgesundheitsminister Spahn hat neue Pläne für Notaufnahmen vorgestellt. An Kliniken sollen beispielsweise spezielle Notfallzentren eingerichtet werden. (Quelle: Reuters)

Jens Spahn: Der Bundesgesundheitsminister hat Pläne vorgestellt, um die Abläufe in Notaufnahmen von Krankenhäusern zu verbessern. (Quelle: Reuters)


Zur Entlastung von Notaufnahmen hat Gesundheitsminister Jens Spahn einen Gesetzentwurf vorgelegt. Ein Bericht hat nun die ersten Informationen dazu, was sich künftig ändern soll.

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante Reform der Notfallversorgung nimmt einem Medienbericht zufolge Gestalt an. Nachdem Spahn bereits Mitte Dezember 2018 Grundzüge vorgestellt hatte, liege nun ein Gesetzentwurf vor, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Derzeit sind die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu häufig überlaufen, weil unter den Patienten auch solche sind, denen andernorts besser geholfen werden könnte", begründete Spahn gegenüber den Funke-Zeitungen die Notwendigkeit der Reform. Dadurch seien die Wartezeiten für Patienten, die dringend auf die Hilfe in der Notfallambulanz angewiesen seien, "oft zu lang". Es handele sich um eine "Reform, die an der Wurzel ansetzt", sagte der CDU-Politiker. Sie erfordere möglicherweise sogar eine Änderung des Grundgesetzes.

Das soll sich ändern

Dem Gesetzentwurf zufolge sollen nach Funke-Angaben die Nummer 112 für den Rettungsdienst und die Nummer 116 117, unter der die Terminservicestellen der niedergelassenen Ärzte zu erreichen sind, faktisch zusammengeschaltet werden. Dort sollen Patienten demnach eine erste Einschätzung bekommen, ob ihnen in einer Klinik oder bei einem ambulanten Arzt am besten geholfen werden kann. Der Gesetzentwurf spreche von der "zentralen Lotsenfunktion" der Notfallleitstellen, hieß es.



Wenn Patienten in Krankenhäuser gingen, solle es bundesweit "Integrierte Notfallzentren" (INZ) geben, die von den Kliniken und den Kassenärztlichen Vereinigungen gemeinsam betrieben würden. Patienten sollten dort entweder sofort in die Notaufnahme geschickt oder ambulant weiterbehandelt werden. Die Notfallzentren sollten dem Gesetzentwurf zufolge "jederzeit zugänglich" und "räumlich derart in ein Krankenhaus eingebunden" sein, dass sie von den Patienten "als erste Anlaufstelle im Notfall wahrgenommen werden".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal