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Markus Söder warnt vor AfD-Politiker Björn Höcke

"Gemäßigte Kräfte werden verdrängt"  

Söder warnt: Müssen uns auf Höcke-geführte AfD einstellen

15.03.2020, 13:41 Uhr | dpa

AfD: Der "Flügel" wird offiziell vom Verfassungsschutz beobachtet

Der "Flügel" der AfD wird jetzt offiziell vom Verfassungsschutz beobachtet. Das gab die Bundesbehörde am Donnerstag bekannt. Björn Höcke und Andreas Kalbitz werden als Rechtsextremisten eingestuft. (Quelle: dpa)

Björn Höcke: Der AfD-Politiker wird ebenso wie Andreas Kalbitz als rechtsextrem eingestuft, der "Flügel" der Partei jetzt vom Verfassungsschutz beobachtet. (Quelle: dpa)


Markus Söder gilt als Krisenmanager angesichtes des Coronavirus, nun äußerte er sich in innenpolitischer Hinsicht. Der CSU-Chef fürchtet, dass Björn Höcke in der AfD zukünftig die entscheidende Figur wird.

CSU-Chef Markus Söder hat vorhergesagt, dass der Wortführer des sogenannten "Flügels" der AfD, Björn Höcke, die Führung der Partei übernehmen wird. "Wir müssen uns auf eine AfD einstellen, die von Höcke geführt wird", sagte der bayerische Ministerpräsident den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Es ist für die Union daher völlig unvorstellbar, sich von der AfD wählen zu lassen oder irgendeine Form der Kooperation einzugehen. Da darf es kein Laissez-faire geben."

Der Bundesverfassungsschutz hatte den "Flügel" in der Partei am Donnerstag zum Beobachtungsfall erklärt. Er sieht seinen Verdacht bestätigt, dass es sich bei dem Zusammenschluss um eine rechtsextreme Bestrebung handelt. Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang nannte die Landtagsfraktionschefs in Thüringen und Brandenburg, Höcke und Andreas Kalbitz, "Rechtsextremisten".

Söder sagte: "Höcke übernimmt die Methoden seiner Vorbilder aus den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts: Diskreditieren von Personen, Missbrauchen von demokratischen Regeln für seine Zwecke. Sein Flügel hat das Sagen und immer mehr gemäßigte Kräfte werden verdrängt. Daher ist es auch richtig, dass der Verfassungsschutz den rechten Flügel beobachten will."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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