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Chaos um neue StVO: Alle Länder prüfen Rückgabe eingezogener Führerscheine


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Alle Länder prüfen Rückgabe eingezogener Führerscheine

Von dpa
13.07.2020Lesedauer: 2 Min.
Geschwindigkeitskontrolle der Polizei (Symbolbild): Nach einem Formfehler muss die neue StVO geändert werden.
Geschwindigkeitskontrolle der Polizei (Symbolbild): Nach einem Formfehler muss die neue StVO geändert werden. (Quelle: Uwe Anspach/dpa-bilder)
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Die Bundesländer wollen die Strafen bei zu schnellem Fahren innerorts verschärfen. Doch in der neuen StVO hat sich ein Formfehler eingeschlichen. Nun könnten die Länder bereits verhängte Strafen annullieren.

Ein Formfehler in der neuen Straßenverkehrsordnung (StVO) führt zu weitreichenden Konsequenzen: Alle 16 Bundesländer wollen nun prüfen, ob sie aufgrund der neuen Regeln bereits eingezogene Führerscheine schon bald zurückgegeben werden. Darauf verständigten sich die Länder am Montag nach Beratungen mit dem Bundesverkehrsministerium auf Arbeitsebene, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Länderkreisen erfuhr.

Wegen der Schwere des Eingriffs wollten die Länder eine solche Entscheidung trotz bereits entstandener Rechtskraft einer landesrechtlichen "Billigkeitsprüfung" unterziehen, wenn nach dem alten Bußgeldkatalog kein Fahrverbot verhängt worden wäre, hieß es.

Im Saarland und in Bayern etwa werden eingezogene Führerscheine schon zurückgegeben. Noch schwebende Verfahren wollen die Länderbehörden nach dem alten Bußgeldkatalog entscheiden, wie er vor dem 28. April gültig war. Die Billigkeitsüberprüfung betreffe aber nur die Regeln zu den Fahrverboten.

Strafen für Geschwindigkeitsübertretung verschärft

Die neue StVO sieht eigentlich vor, dass ein Monat Führerscheinentzug droht, wenn man innerorts 21 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt oder außerorts 26 km/h zu schnell. Zuvor lagen die Grenzen bei Überschreitungen von 31 km/h im Ort und 41 km/h außerhalb.

Es tauchte aber vor kurzem ein Formfehler in der Verordnung auf. Daraufhin setzten alle Länder den neuen Bußgeldkatalog vorerst außer Vollzug.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hält die neuen Fahrverbotsregeln bei zu schnellem Fahren für überzogen. Er will die Beseitigung des Formfehlers nutzen, um die Verschärfung zurückzunehmen, bekommt dafür aber Gegenwind aus dem Kreis der Bundesländer.

Grüne beharren auf neuen Regeln

So hatte sich Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grühe) strikt gegen eine Abkehr von den schärferen Sanktionen ausgesprochen. Der Fehler liege bei Scheuer, der nun auch noch versuche, zu korrigieren, was ihm nicht gefalle, hatte der Grünen-Politiker gesagt. "Die grüne Seite steht da völlig klar: Wir wollen eine schnelle formale rechtliche Korrektur ohne Änderungen der beschlossenen Maßnahmen." Zudem müsse es nun schnell eine einheitliche Übergangsregelung geben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ließ am Montag deutlich machen, dass sie auf einen Kompromiss zwischen Bund und Ländern setzt. Die Gespräche zur Änderung der Straßenverkehrsordnung seien im Gange und notwendig, um einen Kompromiss zu finden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. "Rechtssicherheit ist ein hohes Gut und muss hergestellt werden." Es gebe einen "Formfehler", mit dem die neuen Regelungen nicht in Kraft treten könnten. "Also muss Heilung gefunden werden."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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