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Schulz will keine Konfrontation mit Merkel

"Kanzlerin ist nicht Deutschland"  

Schulz will keine Konfrontation mit Merkel

01.02.2017, 06:29 Uhr | dpa, rtr

Schulz will keine Konfrontation mit Merkel. Martin Schulz will keinen auf Angela Merkel zugespitzten Wahlkampf machen. (Quelle: dpa)

Martin Schulz will keinen auf Angela Merkel zugespitzten Wahlkampf machen. (Quelle: dpa)

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat Details über seine Wahlkampfpläne verraten. Demnach setzt er nicht auf eine Konfrontation mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Klare Koalitionsansagen nach links vermied er ebenso.

Es gehe bei der Wahl "nicht um Schulz gegen Merkel, sondern um den Wettbewerb von Parteien und Programmen", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Deutschland hat kein Präsidialsystem, die Kanzlerin ist nicht Deutschland."

Schulz vertrat die Ansicht, dass die CDU-Vorsitzende längst SPD-Politik betreibe: "Wenn Frau Merkel als geschäftsführende Vorsitzende einer stark sozialdemokratisch geprägten Bundesregierung sozialdemokratische Politik macht, ist das doch schön - auch wenn ihr die Union nicht folgt", sagte er. Daher sollten die Bürger besser das Original wählen - "und das bin ich". Nicht er, sondern die Kanzlerin habe es schwer.

Mehr Geld für Arbeitnehmer

Schulz bekräftigte, dass die SPD ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf ziehen werde. "Wir sagen nur: Niemals mit den Rechtsextremisten." Zurückhaltend äußerte er sich zu der Frage, ob die Linkspartei koalitionsfähig sei: Dies müsse man die Linke fragen.

Schulz kündigte an, als künftiger SPD-Vorsitzender werde er die Partei im Team führen. "Ich bin ein ausgesprochener Teamspieler. Ich verstehe mich als Erster unter Gleichen", sagte er. "Basta" gehöre nicht zu seinem Stil.

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat hat auch höhere Löhne in Deutschland gefordert. "Wir haben erheblichen Nachholbedarf bei den Einkommen", sagte er. Die enormen wirtschaftlichen Gewinne, die in Deutschland erzielt würden, hätten die Arbeitnehmer erarbeitet. In den vergangenen Jahrzehnten seien die Gewinne der Unternehmen allerdings deutlich stärker gewachsen als die Löhne. "Das sollten die Tarifpartner bei ihren nächsten Verhandlungen berücksichtigen", forderte Schulz.

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