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Kopf-an-Kopf-Rennen um die SPD-Spitze

Von dpa, t-online, job

Aktualisiert am 26.10.2019Lesedauer: 2 Min.
Norbert Walter-Borjans (li.) mit Saskia Esken und Olaf Scholz mit Klara Geywitz: Die zwei Duos treffen sich in der Stichwahl wieder.
Norbert Walter-Borjans (li.) mit Saskia Esken und Olaf Scholz mit Klara Geywitz: Die zwei Duos treffen sich in der Stichwahl wieder. (Quelle: Jörg Carstensen/dpa-bilder)
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Wer folgt auf Andrea Nahles an der SPD-Spitze? Der Mitgliederentscheid hat in der ersten Runde keinem Duo eine absolute Mehrheit gebracht. Nun muss eine Stichwahl her.

Der SPD-Mitgliederentscheid um den SPD-Vorsitz geht in die Stichwahl. Keines der sechs Kandidatenduos hat in der ersten Runde eine absolute Mehrheit bekommen. Die Wahl fiel äußerst knapp aus: Die meisten Stimmen auf sich versammeln konnten das Duo Klara Geywitz und Olaf Scholz mit 22,68 Prozent sowie Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans mit 21,04 Prozent. Sie sind somit weiter im Rennen.

Die Wahlbeteiligung lag bei 53,28 Prozent. Das ist deutlich weniger als beim Mitgliedervotum vor dem Eintritt in die große Koalition, wo 78 Prozent der rund 425.000 SPD-Mitglieder abgestimmt hatten. Ein anderer Vergleich: Als die Grünen 2017 ihre Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl bestimmten, beteiligten sich 59 Prozent der Mitglieder.

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Auf Platz drei landete beim SPD-Mitgliederentscheid das Duo Christina Kampmann und Michael Roth mit 16,28 Prozent vor Nina Scheer und Karl Lauterbach mit 14,63 Prozent, Petra Köpping und Boris Pistorius mit 14,61 Prozent und Gesine Schwan und Ralf Stegner mit 9,63 Prozent.

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"Wir sind ein Wagnis eingegangen", sagte die kommissarische Parteichefin Malu Dreyer vor der Verkündung der Ergebnisse. "Doch es hat sich gelohnt." Man sei nicht immer gut mit den Parteichefs umgegangen. "Das wollen wir jetzt ändern."

Vorstellungsrunde auf 23 Regionalkonferenzen

Die Suche nach einem neuen SPD-Vorsitz war nötig geworden, nachdem die damalige Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles Anfang Juni zurückgetreten war. Die Kandidatenduos hatten sich auf 23 Regionalkonferenzen den Mitgliedern vorgestellt. Seit Mitte Oktober konnten die Sozialdemokraten für die am Ende noch sechs Kandidatenduos abstimmen, online oder per Brief.

Generalsekretär Lars Klingbeil hatte den Prozess am Samstag erneut gelobt. Die Beteiligung der Mitglieder an der Chefsuche habe Überzeugungskraft gekostet, dann aber viele in der Partei mobilisiert, sagte Klingbeil. "Es war richtig, dass wir mutig waren und diesen neuen Weg eingeschlagen haben, weil wir endlich mit den Ritualen der Vergangenheit brechen."

Seit dem frühen Samstagmorgen hatten im Willy-Brandt-Haus in Berlin 250 Freiwillige aus ganz Deutschland das Ergebnis ausgewertet. Wahlbriefe mussten sortiert und gezählt, das Ergebnis der Online-Abstimmung ausgelesen werden.


Die Stichwahl findet nun vom 19. bis zum 29. November statt. Das Ergebnis des Mitgliederentscheids muss von dem SPD-Bundesparteitag Anfang Dezember noch bestätigt werden.

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