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Millionär spendet 100.000 Euro an die Thüringer AfD

Von t-online, sth

Aktualisiert am 11.02.2020Lesedauer: 2 Min.
Björn Höcke beim Bundesparteitag: Ein Berliner Unternehmer hat 100.000 Euro an die AfD in Thüringen gespendet. (Archivbild)
Björn Höcke beim Bundesparteitag: Ein Berliner Unternehmer hat 100.000 Euro an die AfD in Thüringen gespendet. (Archivbild) (Quelle: Sammy Minkoff/imago-images-bilder)
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Eine der ersten Parteigroßspenden in diesem Jahr geht an die AfD.

Der Berliner Unternehmer Christian Krawinkel hat eine Großspende an die AfD überwiesen. Der Mann ist Millionär, Unternehmensverwalter und besitzt diverse Immobilien. Im vergangenen Jahr hatte er für Schlagzeilen gesorgt, als er die Bambi-Trophäe von Boris Becker ersteigerte.

Nun hat Krawinkel der AfD 100.000 Euro gespendet. Die Spende ist am 7. Februar eingegangen und wurde am Montag auf der Homepage des Deutschen Bundestags veröffentlicht. Dies verlangt das Parteiengesetz bei Spenden, die 50.000 Euro übersteigen.

Sind die politischen Ereignisse in Thüringen der Grund?

Die "Bild"-Zeitung und der Berliner "Tagesspiegel" berichteten, dass Krawinkel den Betrag direkt an den AfD-Landesverband Thüringen um Björn Höcke gespendet habe. Beiden Zeitungen liegt ein Schreiben vor, in dem Krawinkel schreibe: "Aktuelle politische Ereignisse in Thüringen veranlassen mich, als initiative Spende unter dem Motto 'Für mehr Demokratie in unserem Land'" das Geld zu spenden. Am Ende weist er demnach darauf hin, dass er "parteipolitisch ungebunden" sei. Krawinkel selbst wollte sich zu der Spende nicht weiter äußern, berichteten beide Zeitungen.

Seine Spende an die AfD ist die größte bekannte Zuwendung an die rechtspopulistische Partei seit 2016. Damals hatte eine Frau aus Bonn der Alternative für Deutschland 100.000 Euro überwiesen. Die ersten beiden Großspenden in diesem Jahr gingen an die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) und den Südschleswigschen Wählerverband (SSW). Sie erhielten im Januar jeweils 50.031,24 und 123.701,41 Euro.

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Mehrere Parteispenden-Affären belasten die AfD

Die Finanzlage der AfD ist seit Längerem angespannt. Kurz vor Weihnachten bat sie ihre Mitglieder um zusätzliches Geld. Zudem laufen mehrere Parteispenden-Affären, die die rechtspopulistische Partei noch teuer zu stehen kommen könnten.


So verhängte die Bundestagsverwaltung wegen Gratis-Werbeaktionen des Schweizer Unternehmens Goal AG für den heutigen Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen in einem Landtagswahlkampf eine Strafzahlung von rund 270.000 Euro. Es ging dabei um Plakate, Flyer und Anzeigen, was die Bundestagsverwaltung als illegale Parteispende wertete. Eine Klage der AfD gegen diese Entscheidung hat das Verwaltungsgericht Berlin vor Kurzem zurückgewiesen. In einem ähnlich gelagerten Fall um den heutigen Europaabgeordneten Guido Reil beträgt die verhängte Strafzahlung rund 133.000 Euro.

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Auch Zuwendungen aus der Schweiz in Höhe von rund 132.000 Euro an den AfD-Kreisverband der Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel am Bodensee werden untersucht. Sollte die Bundestagsverwaltung auch bei diesen für Weidels Bundestagswahlkampf vorgesehenen Zahlungen ein illegales Vorgehen sehen und wie üblich eine Strafe in dreifacher Höhe verhängen, würde dies die AfD mit weiteren 396.000 Euro treffen.

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