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CDU-Abgeordnete werben für Söder als Kanzlerkandidat

Von afp, sje

Aktualisiert am 06.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Markus Söder: Der bayrische Ministerpräsident wird als Kanzlerkandidat der Union gehandelt – ebenso wie CDU-Chef Armin Laschet (Archivbild).
Markus Söder: Der bayrische Ministerpräsident wird als Kanzlerkandidat der Union gehandelt – ebenso wie CDU-Chef Armin Laschet (Archivbild). (Quelle: Bayerische Staatskanzlei/imago-images-bilder)
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Die Unterstützung für CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidat der Union wächst in den Reihen der CDU. Er sei ein "kraftvoller Kanzlerkandidat", heißt es von mehreren Abgeordneten aus Baden-Württemberg.

In der Debatte um die Kanzlerkandidatur der Union haben sich einem Bericht zufolge sieben baden-württembergische CDU-Bundestagsabgeordnete gemeinsam für CSU-Chef Markus Söder ausgesprochen. Dieser genieße in weiten Teilen der Bevölkerung großes Vertrauen und wäre deshalb "ein kraftvoller und aussichtsreicher Kanzlerkandidat für die gesamte Union", zitierten die "Stuttgarter Nachrichten" und die "Stuttgarter Zeitung" (Mittwochsausgaben) aus der gemeinsamen Erklärung.

"Der Vorsitzende der CDU trägt eine besondere Verantwortung für die gesamte Union in Deutschland", heißt es demnach in dem Papier. "Diese beinhaltet auch, dass persönliche Ambitionen für die Kanzlerkandidatur zurückgestellt werden müssen, wenn ersichtlich ist, dass jemand anderes eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung hat."

Abgeordnete: keine Spitze gegen Laschet oder Strobl

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner legen dem Bericht zufolge aber Wert darauf, dass ihr Vorstoß Armin Laschet in seiner Rolle als CDU-Vorsitzender nicht beschädigen soll. Auch sei der Vorstoß nicht als Spitze gegen den baden-württembergischen CDU-Landeschef Thomas Strobl zu verstehen, der sich jüngst klar für Laschet positioniert hatte.

Unterschrieben wurde die Erklärung laut den Zeitungen von den Abgeordneten Marc Biadacz, Michael Donth, Markus Grübel, Ronja Kemmer, Karin Maag, Matern von Marschall und Alexander Throm. Auch der Wahlkreiskandidat Yannick Bury sei daran beteiligt.

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Aufruf: nicht bis Pfingsten warten

Maag sagte den Zeitungen, die Union könne nicht bis Pfingsten auf eine Entscheidung warten, die Kandidatur müsse "zeitnah" geregelt werden.

Karin Maag: Die Bundestagsabgeordnete ist unter den Unterzeichnern der Erklärung (Archivbild).
Karin Maag: Die Bundestagsabgeordnete ist unter den Unterzeichnern der Erklärung (Archivbild). (Quelle: C. Hardt/Future Image/imago-images-bilder)

Von Marschall sagte, er halte es fĂĽr richtig, "dass es in der Bundestagsfraktion zu einer Meinungsbildung und Positionierung kommt". Die Fraktion und ihr Vorsitzender Ralph Brinkhaus (CDU) sollten sich zutrauen, bei der Suche nach dem geeigneten Kandidaten "eine wichtige Rolle zu spielen".

Söder-Unterstützer mehren sich

In den vergangenen Tagen hatten auch CDU-Abgeordnete aus anderen Landesteilen ihre Unterstützung für Markus Söder bekundet, darunter Marian Wendt aus Sachsen, Markus Grübel aus Nordrhein-Westfalen und Marco Wanderwitz, derzeit Ostbeauftragter der Bundesregierung. "Markus Söder ragt heraus, seine hohen Zustimmungswerte sind gut für die ganze Union", sagte er dem "Spiegel". Daher wünsche er sich, dass der Bayer als Kanzlerkandidat zur Verfügung stünde.

Weder Laschet noch Söder haben ihre Kanzlerkandidatur bisher offiziell angemeldet. Laschet wird als Chef der großen Unionspartei allgemein das erste Zugriffsrecht zugesprochen. Söder betont regelmäßig, sein Platz sei in Bayern – aber auch ihm werden Kanzler-Ambitionen nachgesagt. Die Bundestagswahl ist am 26. September.

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