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Klingbeil spricht über seine Freundschaft mit Schröder – und die Russlandpolitik


Putin-Nähe des Ex-Kanzlers
Klingbeil erklärt Freundschaft zu Schröder für beendet

Von dpa
20.03.2022Lesedauer: 1 Min.
Lars Klingbeil bei einer Pressekonferenz: Der SPD-Vorsitzende der Sozialdemokraten hat mit seinem Freund Schröder und vorherigen Regierungen abgerechnet.Vergrößern des BildesLars Klingbeil bei einer Pressekonferenz: Der SPD-Vorsitzende der Sozialdemokraten hat mit seinem Freund Schröder und vorherigen Regierungen abgerechnet. (Quelle: Florian Gaertner/imago-images-bilder)
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Nachher ist man immer schlauer, das gilt offenbar auch für den SPD-Parteichef Lars Klingbeil. Er kritisiert die Russland-Politik der vorherigen Bundesregierungen. Und macht klar, was er von Gerhard Schröder hält.

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil sieht die Russland-Politik früherer Bundesregierungen im Nachhinein als fragwürdig an. "Alle Parteien, die Verantwortung getragen haben, müssen sich fragen, ob sie auf dem richtigen Weg waren", sagte Klingbeil der "Bild am Sonntag". Es habe klare Warnhinweise gegeben, wie den russischen Krieg gegen Georgien und die Krim-Annexion. "Ja, wir alle hätten das, was in Russland passiert ist, anders bewerten müssen."

Seine Freundschaft zu Altkanzler Gerhard Schröder (SPD), der trotz des russischen Krieges gegen die Ukraine an seinen wirtschaftlichen Verbindungen nach Moskau festhält, erklärte Klingbeil für beendet: "Das, was in den letzten Wochen passiert ist, ist natürlich auch ein politischer Bruch zwischen Schröder und mir." Der russische Präsident Wladimir Putin sei ein Kriegsverbrecher. Putin trage die Verantwortung für diesen brutalen Krieg, die ermordeten Menschen, die auseinandergerissenen Familien, für all das verbrecherische Elend.

Einen sofortigen Ausstieg aus den Gas- und Ölimporten aus Russland lehnte Klingbeil aber ab: "Wenn wir jetzt aber sofort den Import von russischem Öl und Gas stoppen, bedeutet das, dass sehr viele Menschen hier in Deutschland arbeitslos würden, Unternehmen pleitegingen. Das gefährdet den Zusammenhalt hier im Land."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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