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Brasilianische Armee bestellt Potenzmittel Sildenfil


35.000 Pillen
Brasilianische Armee bestellt Potenzmittel

Von afp
Aktualisiert am 12.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Blaue Tabletten der Firma Pfizer (Symbolbild): In Brasilien bestellte die Armee Pillen mit dem Viagra-Wirkstoff Sildenfil.Vergrößern des BildesBlaue Tabletten der Firma Pfizer (Symbolbild): In Brasilien bestellte die Armee Pillen mit dem Viagra-Wirkstoff Sildenfil. (Quelle: imago-images-bilder)
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Sildenfil – so heißt ein Wirkstoff, den die brasilianischen Streitkräfte bestellt haben. Er ist Teil des Potenzmittels Viagra. Bekannt wurde das nur durch die Anfrage eines Kongressabgeordneten, der nun deutliche Worte findet.

Die brasilianische Armee hat offenbar Tausende Dosen Potenzmittel bestellt. Der Kongressabgeordnete Elias Vaz erklärte am Montag, er habe durch einen Antrag auf Informationsfreiheit erfahren, dass die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro eine Bestellung von 35.000 dieser Pillen gegen Erektionsstörungen für die Streitkräfte genehmigt habe.

"Unsere Krankenhäuser haben nicht genug Medikamente, und Bolsonaro und seine Leute verwenden öffentliche Gelder, um die kleine blaue Pille zu kaufen", sagte der Oppositionsabgeordnete unter Anspielung auf das bekannte Potenzmittel Viagra. In den Dokumenten, die er erhalten hat, wird Viagra nicht namentlich erwähnt. Es wurde jedoch Sildenfil, der Viagra-Wirkstoff, genannt, erklärte der Abgeordnete.

Regierung spricht von Herztabletten

Das Verteidigungsministerium erklärte, dass die Pillen in Wahrheit "zur Behandlung von Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie" oder hohem Blutdruck in der Lunge bestimmt seien – eine weitere Anwendung für Sildenafil.

Das tat dem Spott der Internetnutzer keinen Abbruch. Karikaturen, die Panzer mit herabhängenden Kanonen zeigten, verbreiteten sich auf Twitter. "Manche sagen, diese Pillen sollen den Streitkräften helfen, die Demokratie noch mehr zu f***en", schrieb die Satire-Seite Sensacionalista. Bolsonaro ist ein Ex-Hauptmann der Streitkräfte und spricht häufig positiv über die brasilianische Militärdiktatur von 1964 bis 1985.

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Die linken Kongressabgeordneten Marcelo Freixo und Elias Vaz erklärten unterdessen, sie würden die Staatsanwaltschaft bitten, die Rechnung für die Pillen zu prüfen. Sie sagten, es gebe Beweise dafür, dass der Regierung bis zu 143 Prozent zu viel in Rechnung gestellt worden sei – ein mögliches Zeichen von Korruption.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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