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Erzbischof fordert Papst-Rücktritt: Er soll vom Missbrauch gewusst haben

Wegen Missbrauchsvertuschung  

Ex-Vatikan-Diplomat fordert Papst-Rücktritt

28.08.2018, 10:12 Uhr | rew, AFP, dpa

Papst bittet Gott um Vergebung für Missbrauch an Kindern (Quelle: AFP)

Nach Missbrauchs-Skandal: Papst Franziskus bittet um Vergebung. (Quelle: AFP)

Papst bittet Gott um Vergebung für Missbrauch an Kindern

Bei seinem Besuch in Irland hat Papst Franziskus Gott um Vergebung für den Missbrauch an Kindern durch katholische Geistliche gebeten. Opfer-Vertretern ist das nicht genug: Sie fordern konkretes Handeln vom Oberhaupt der katholischen Kirche.

Nach Missbrauchs-Skandal: Papst Franziskus bittet um Vergebung. (Quelle: AFP)


Wusste der Papst von den Missbrauchsvorfällen um den US-Kardinal McCarrick? Das behauptet jetzt ein ehemaliger Vatikan-Botschafter. Franziskus will sich zu den Vorwürfen bislang nicht äußern.

Der ehemalige Botschafter des Vatikans in Washington, Erzbischof Carlo Maria Vigano, hat Papst Franziskus vorgeworfen, Missbrauch in der katholischen Kirche vertuscht zu haben.

Vigano behauptete in einem am Sonntag veröffentlichten Schreiben, Franziskus habe schon länger von gravierenden Vorwürfen gegen den kürzlich abgetretenen US-Kardinal Theodore McCarrick gewusst und diesen trotzdem protegiert. Franziskus hatte den Rücktritt von McCarrick im Juli angenommen und ihm zudem Hausarrest verordnet.

Das elfseitige Schreiben erschien unter anderem bei der konservativen katholischen Zeitung "National Catholic Register". Franziskus habe Strafmaßnahmen gegen McCarrick aufgehoben, obwohl gegen den US-Kardinal Hinweise wegen "stark unmoralischen Verhaltens gegenüber Seminaristen und Priestern" vorlagen, so Vigano in dem Schreiben. Die Sanktionen hatte Franziskus’ Vorgänger, der deutsche Papst Benedikt XVI., verhängt. Konkrete Beweise führte Vigano nicht an. Trotzdem fordert er die Abdankung des Papstes.

Der 77-jährige, mittlerweile im Ruhestand befindliche Vigano war von 2011 bis 2016 Nuntius in Washington. Er gilt schon länger als Kritiker des derzeitigen Papstes.

"Ich denke, das Schreiben spricht für sich"

Vorerst wollte sich der Papst nicht zu den Vorwürfen äußern. "Ich werde dazu kein Wort sagen", sagte Franziskus am Sonntag vor Journalisten auf dem Rückweg von einer Irlandreise in den Vatikan. "Ich denke, das Schreiben spricht für sich", fügte er mit Blick auf einen Brief Viganos hinzu.

Franziskus bestätigte, dass er Viganos Brief gelesen habe. "Lesen Sie den Brief aufmerksam und fällen Sie Ihr eigenes Urteil", sagte der Papst an die Journalisten gerichtet, "wenn etwas Zeit vergangen ist und Sie Ihre Schlüsse gezogen haben, werde ich mich vielleicht äußern."

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • AFP

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