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Experten erwarten Start der vierten Welle

Von dpa
Aktualisiert am 17.07.2021Lesedauer: 4 Min.
Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 22 neue Todesf├Ąlle verzeichnet.
Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 22 neue Todesf├Ąlle verzeichnet. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn./dpa)
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Berlin (dpa) - Steigende Infektionszahlen und teils stagnierende Impfzahlen befeuern in Deutschland die Sorge vor einer vierten Corona-Welle im Herbst.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg den zehnten Tag in Folge und lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen bei 9,4 - nach 8,6 am Vortag und 4,9 beim j├╝ngsten Tiefststand am 6. Juli. W├Ąhrend etwa in Bremen und im Saarland nach Daten des RKI vom Samstag nun schon mehr als jeder Zweite vollst├Ąndig immunisiert ist, entspricht das bei Schlusslicht Sachsen nur dem Anteil der Erstgeimpften. Wissenschaftler der Technischen Universit├Ąt Berlin (TU) erwarten indes auf Basis von Modellierungen eine vierte Welle im Herbst, die auch an Krankenh├Ąusern nicht vorbeigehen wird.

"Die Infektionszahlen steigen wieder und absehbar weiter - wir sind beim Impfen im Wettlauf mit der Delta-Variante. Jede einzelne Impfung erh├Âht unser aller Schutz f├╝r Herbst und Winter", twitterte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag.

Laut RKI wurden am Freitag in Deutschland 601 220 Impfdosen verabreicht. Damit sind nun rund 38,2 Millionen Menschen oder 45,9 Prozent der Bev├Âlkerung vollst├Ąndig gegen Covid-19 geimpft, wof├╝r bei den meisten eingesetzten Impfstoffen zwei Dosen n├Âtig sind. Insgesamt haben 59,7 Prozent oder rund 49,6 Millionen Einwohner mindestens die erste Spritze erhalten. Die Gesundheits├Ąmter meldeten dem RKI binnen eines Tages 1608 Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 952.

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Deutschlandweit wurde nach Angaben des RKI vom Samstag binnen 24 Stunden 22 Todesf├Ąlle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 35. Das RKI z├Ąhlte seit Beginn der Pandemie 3.743.389 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tats├Ąchliche Gesamtzahl d├╝rfte deutlich h├Âher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

K├╝nftig sollen bei der Beurteilung der Lage neben der Inzidenz auch Werte wie Krankenhauseinweisungen st├Ąrker ber├╝cksichtigt werden. Daf├╝r pl├Ądierte auch die rheinland-pf├Ąlzische Ministerpr├Ąsidentin Malu Dreyer. Bund und L├Ąnder sollten sich auf einen "neuen Warnwert" verst├Ąndigen. Bei steigenden Impfquoten habe die Sieben-Tage-Inzidenz heute viel weniger Aussagekraft als noch vor einem halben Jahr, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

Der Deutsche Haus├Ąrzteverband forderte zudem, neben den Fallzahlen die Lage in den Arztpraxen zu ber├╝cksichtigen. "F├╝r unser t├Ągliches Arbeiten sind die reinen Inzidenzzahlen nicht so entscheidend wie die Zahl der Patientinnen und Patienten, die mit mittleren und schweren Symptomen unsere Praxen aufsuchen", sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Deutlich zu sp├╝ren sei aber die nachlassende Impfbereitschaft.

Dreyer sprach sich daf├╝r aus, bei der Ministerpr├Ąsidentenkonferenz im August ├╝ber die Aufhebung s├Ąmtlicher Corona-Beschr├Ąnkungen zu beraten. Es stelle sich die Frage: "Wie viel Grundrechtseinschr├Ąnkung geht ├╝berhaupt noch, wenn Ende August alle Erwachsenen ein Impfangebot bekommen haben?" Einschr├Ąnkungen f├╝r Nicht-Geimpfte bis hin zu Reiseverboten lehnte sie ab. "Das w├╝rde vor allem Familien treffen. Selbst wenn die Eltern geimpft sind, k├Ânnten Sie nicht reisen, wenn die Kinder nicht geimpft sind", sagte Dreyer.

Wissenschaftler an der TU Berlin werten den Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenzen als "beunruhigend". "Laut unseren Simulationen wird im Oktober ein exponentieller Anstieg bei den Krankenhauszahlen starten. Falls die derzeitige Entwicklung anh├Ąlt, wird dies sogar fr├╝her beginnen, und sich im Oktober dann nochmal verst├Ąrken", hei├čt es im neuen Bericht der Gruppe um den Mobilit├Ątsforscher Kai Nagel an das Bundesministerium f├╝r Bildung und Forschung.

Nur wenn die Impfstoffe gegen die Deltavariante deutlich besser wirkten als derzeit bekannt oder wenn eine Impfquote von 95 Prozent erreicht werde, bleibe eine vierte Welle in den Simulationen aus. Das Modell ergebe "unter allen derzeit realistisch erscheinenden Bedingungen eine vierte Welle bei den Erwachsenen, welche mit der Verlagerung von Aktivit├Ąten in Innenr├Ąume im Herbst verst├Ąrkt werden wird." Das Team um Professor Nagel nutzt Berliner Mobilfunkdaten, um das Infektionsgeschehen zu modellieren. Die Ergebnisse sind ihm zufolge mindestens auf andere Gro├čst├Ądte ├╝bertragbar.

Die Simulationen zu Schulen zeigen laut Bericht, dass L├╝ftungssysteme und fl├Ąchendeckender Einsatz von Schnell- und/oder PCR-Tests die Infektionsdynamik verringern k├Ânnten. W├╝rden solche Ma├čnahmen konsequent umgesetzt, seien Schulschlie├čungen oder Wechselunterricht nicht notwendig, hie├č es. Die zwei Schnelltests pro Woche, die derzeit typisch seien, halten die Wissenschaftler ohne zus├Ątzliche Ma├čnahmen allerdings bei weitem nicht f├╝r ausreichend.

W├╝rden die Schulen nach den Sommerferien ohne Schutzma├čnahmen ge├Âffnet, erg├Ąbe sich laut Modell eine Infektionswelle bei den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern, die zu einer Welle bei Erwachsenen f├╝hre.

Sachsens Ministerpr├Ąsident Michael Kretschmer (CDU) sprach sich strikt gegen erneute Schulschlie├čungen aus - und f├╝r die Impfung von Kindern und Jugendlichen. Offene Schulen und Kinderg├Ąrten seien eine Frage der Bildungsgerechtigkeit, aber auch der psychischen Gesundheit von Kindern und Familien, sagte er der "Rheinischen Post" (Samstag).

Arbeitgeberpr├Ąsident Rainer Dulger warnte vor einem Nachlassen des Impftempos in Deutschland. "Wir m├╝ssen aufpassen, dass wir das Erreichte nicht verspielen", sagte der Pr├Ąsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb├Ąnde (BDA) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir m├╝ssen weiter impfen, impfen, impfen, damit sich die Lage weiter stabilisiert."

Dulger schlug vor, dass sich Bundespr├Ąsident Frank-Walter Steinmeier oder Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor den 20-Uhr-Nachrichten an die B├╝rger wenden und sagen: "Liebe Leute, wir sind noch nicht ├╝bern Berg. Bitte lasst euch impfen. Es ist jetzt gen├╝gend Impfstoff da." Dies w├Ąre "ein gutes Signal".

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