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Bummeln mit Abstand und Maske - Weihnachtsmärkte öffnen

Von dpa
Aktualisiert am 22.11.2021Lesedauer: 3 Min.
Rund 45 Meter ist der XL-Weihnachtsbaum hoch, der den Dortmunder Weihnachtsmarkt prägt.
Rund 45 Meter ist der XL-Weihnachtsbaum hoch, der den Dortmunder Weihnachtsmarkt prägt. (Quelle: Bernd Thissen/dpa./dpa)
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Berlin/Frankfurt/K√∂ln/Kaiserslautern (dpa) - Gl√ľhwein, Mandeln, Kunsthandwerk - aber nicht f√ľr alle: Am Montag nach Totensonntag haben viele Weihnachtsm√§rkte in Deutschland mit Kontrollen oder Maskenpflicht begonnen.

In Teilen der Republik blieben die Märkte am traditionellen Eröffnungstag aber auch ganz geschlossen.

Das Land ist gespalten: Ber√ľhmte M√§rkte wie N√ľrnberg, Dresden und M√ľnchen wurden wegen hoher Corona-Zahlen kurzfristig abgesagt. In einigen St√§dten wie Essen, Duisburg, Dortmund, D√ľsseldorf oder auch Freiburg sowie Teilen Berlins und Hamburgs laufen l√§ngst M√§rkte.

Regelungen von 3G bis 2G

Am Montag kamen nun noch einige gro√üe und bekannte M√§rkte hinzu, darunter die Weihnachtsm√§rkte in Berlin an der Ged√§chtniskirche, am Roten Rathaus und am Gendarmenmarkt - oder auch am K√∂lner Dom. Au√üerdem sollten die M√§rkte in Frankfurt am Main, Kiel, L√ľbeck oder auch Karlsruhe starten.

Je nach Bundesland und Aufbau der M√§rkte, die zum Teil eingez√§unt sind, gelten strenge Regeln, von 3G (Besucher m√ľssen geimpft, genesen oder negativ getestet sein) bis 2G (nur Geimpfte oder Genesene).

Auf dem Berliner Gendarmenmarkt galt etwa 2G, alle Besucherinnen und Besucher mussten Impf- oder Genesenen-Nachweise vorzeigen. Dadurch bildete sich ab 11.00 Uhr eine Schlange. Zus√§tzlich trugen viele Menschen freiwillig Masken. Auf anderen Weihnachtsm√§rkten wie vor dem Roten Rathaus und an der Ged√§chtniskirche nahe dem Ku'damm gibt es eine Maskenpflicht, daf√ľr werden keine Impfnachweise ben√∂tigt.

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In Hamburg öffnete am Montag nach coronabedingter Zwangspause im vergangenen Jahr nun etwa der historische Roncalli-Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt wieder. Losgehen sollte der Weihnachtsmarkt auch am Gänsemarkt, in Eppendorf und in der Hafencity. Außerdem sollte der schwul-lesbische Weihnachtsmarkt "Winter Pride" in St. Georg starten.

In Bremen und Hannover gibt es als Vorsichtsma√ünahme weniger St√§nde als sonst, sie wurden √ľber eine gr√∂√üere Fl√§che verteilt. Das Bummeln √ľber die M√§rkte soll uneingeschr√§nkt m√∂glich sein. An St√§nden mit Bewirtung gilt jedoch in Bremen die 3G-Regel. In Hannover ist die Regelung strenger: Bewirtet werden nur Geimpfte oder Genesene (2G).

Corona-Regeln wurden nochmal verschärft

In anderen Teilen Deutschlands gab es am Montag derweil auch weitere kurzfristige Entscheidungen. So sind etwa in Rheinland-Pfalz die Corona-Regeln f√ľr einzelne Weihnachtsm√§rkte versch√§rft worden: In Ludwigshafen haben von diesem Dienstag an nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu umz√§unten Fl√§chen, wie die Kongress- und Marketing-Gesellschaft am Montag mitteilte. Der Weihnachtsmarkt dort ist bereits seit knapp zwei Wochen ge√∂ffnet.

In Kaiserslautern werden die Gl√ľhweinst√§nde eingez√§unt, in dem Bereich gilt dann ebenfalls 2G, wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte. Voraussichtlich ab Dienstag sollen nach Kontrolle des Nachweises Zugangsb√§ndchen verteilt werden. Auch f√ľr andere Weihnachtsm√§rkte wie etwa in Mainz, Koblenz und Trier wurden bereits 2G-Regelungen oder eine Maskenpflicht angek√ľndigt.

In Brandenburg droht Weihnachtsm√§rkten k√ľrz nach Er√∂ffnung bereits das Aus. "Weihnachtsm√§rkte sollen nicht er√∂ffnet, beziehungsweise bestehende wieder geschlossen werden", teilte die Landesregierung mit. Die Verordnung soll ab Mittwoch gelten - am Dienstag will das Kabinett √ľber sch√§rfere Corona-Regeln entscheiden.

Auch in Stuttgart kommt das Aus f√ľr Budenzauber und Gl√ľhwein: Baden-W√ľrttembergs Landeshauptstadt hat am Montagabend ihren Weihnachtsmarkt abgesagt. "Wir haben alles versucht, den Weihnachtsmarkt zu erm√∂glichen. Nachdem heute aber andere gro√üe Weihnachtsm√§rkte in der Region, gerade auch der Barockweihnachtsmarkt in Ludwigsburg und der Mittelalterliche Weihnachtsmarkt in Esslingen, abgesagt wurden, ziehen wir die Notbremse", sagte Oberb√ľrgermeister Frank Nopper (CDU).

Andernfalls wäre aus Stuttgarter Sicht der Besucherandrang unter Corona-Bedingungen voraussichtlich nicht mehr kontrollier- und beherrschbar gewesen.

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