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Brände in Kalifornien: Pro Sekunde verbrannte die Fläche eines Footballfeldes


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In einer Sekunde verbrannte die Fläche eines Footballfeldes

Von t-online, dpa, dru

Aktualisiert am 19.11.2018Lesedauer: 3 Min.
Komplett zerstört: Straßenzüge mit niedergebrannten Häusern in der Stadt Paradise.
Komplett zerstört: Straßenzüge mit niedergebrannten Häusern in der Stadt Paradise. (Quelle: Noah Berger/ap-bilder)
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Verkohlte Ruinen, kahlgebrannte Landschaften, viele Tote: Das Ausmaß des "Camp Fire" in Kalifornien ist furchterregend – und schier unglaublich das Tempo, mit dem es sich ausbreitete.

Das "Camp Fire" im Norden Kaliforniens – schon jetzt gilt es als tödlichster und zerstörerischster Waldbrand in der Geschichte des US-Bundesstaates. Zehn Tage nach seinem Ausbruch steigt die Zahl der Toten weiter – auf inzwischen 77. Die Flammen haben rund 600 Quadratkilometer Fläche verwüstet, was zwei Dritteln der Fläche Berlins entspricht.


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Immer klarer wird inzwischen, mit welcher Wucht und Geschwindigkeit sich der Waldbrand ausbreitete und wie hilflos die Einwohner in der Nähe ihm ausgeliefert waren. Heftige Winde peitschen die Flammen besonders in den ersten Stunden dramatisch vorwärts. 90 Minuten nach dem Ausbruch am 8. November – so haben es Reporter der "New York Times" nachgezeichnet – erreichten sie bereits die zehn Kilometer entfernte Stadt Paradise. Nach Angaben der Feuerwehr verschlang der Brand zu dieser Zeit binnen einer Sekunde die Fläche eines Football-Feldes.

Paradise wurde von den Flammen fast völlig zerstört. 6.000 Häuser brannten komplett nieder, mehr als 10.000 stehen nur noch zur Hälfte. Nach zwölf Stunden hatte die Feuerwalze fast 28 Kilometer zurückgelegt und dabei eine Fläche von 55.000 Hektar verwüstet.

Der Sheriff von Butte County, Kory Honea, gab die aktualisierte Zahl der Vermissten am Samstag mit 1.276 an – das waren 265 mehr als am Vortag. Viele von ihnen waren in Panik aus der region geflohen. Honea sagte, der Anstieg komme daher, dass die Behörden nach wie vor Informationen auswerteten. Er rief die Menschen dazu auf, sich zu melden, wenn sie in Sicherheit seien. Allerdings waren viele wegen ausgefallener Mobilfunknetze nicht zu erreichen. "Wir stellen fest, dass viele Menschen gar nicht wissen, dass wir nach ihnen suchen", sagte Honea laut CNN.

Raub der Flammen: Suchtrupps wühlen sich in Paradise auf der Suche nach menschlichen Überresten durch Asche und Schutt.
Raub der Flammen: Suchtrupps wühlen sich in Paradise auf der Suche nach menschlichen Überresten durch Asche und Schutt. (Quelle: John Locher/ap-bilder)

Trump: "Sehr traurig mitanzusehen"

Am Samstag besuchte US-Präsident Donald Trump die betroffene Gegend nördlich von Sacramento. Er dankte den Rettungskräften und sagte Kalifornien Unterstützung zu. "Das ist sehr traurig mitanzusehen", sagte Trump zum Ausmaß der Schäden. In Paradise besuchte der Präsident einen Wohnwagenpark, von dem nur noch Trümmer übrig waren. Aufnahmen zeigten ausgebrannte Autos, verkohlte Öfen und ein Haus, von dem nur noch der Schornstein stand. Laut mitreisenden Journalisten gab es vereinzelt auch Proteste gegen Trump. Ein Demonstrant bezeichnete ihn auf einem Transparent als "Dummkopf".

Trump hat für die schlimme Lage das Forstmanagement verantwortlich gemacht. Auf die Frage, ob der Klimawandel eine Ursache sei, sagte er am Samstag, es gebe mehrere Faktoren. Derzeit scheine aber das Forstmanagement ein "sehr großes Problem" zu sein. Gefragt, ob sich etwas an seiner Haltung zum Klimawandel geändert habe, verneinte er dies. Trump hatte einen von Menschen verursachten Klimawandel in der Vergangenheit immer wieder angezweifelt.

US-Präsident Donald Trump in Paradise: Machte das Forstmanagement für die schlimme Lage verantwortlich.
US-Präsident Donald Trump in Paradise: Machte das Forstmanagement für die schlimme Lage verantwortlich. (Quelle: Evan Vucci/ap-bilder)

Feuerwehr widerspricht Trump

Kaliforniens Feuerwehrverband hatte zu Trumps Vorwürfen in den vergangenen Tagen erklärt, die Brände entstünden und verbreiteten sich nicht nur in Forstgebieten. Zudem seien fast 60 Prozent der kalifornischen Wälder unter Bundeskontrolle und rund ein Drittel in privater Hand. Experten hatten eine lange Dürre, verdorrte Vegetation und extreme Winde als Mitursachen für das Ausmaß der Brände genannt.


Für Aufsehen sorgte Trump, als er Finnland als Beispiel für gelungenes Forstmanagement heranzog und sich dabei auf ein Gespräch mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinisto berief. In dem skandinavischen Land würden sie viel Zeit mit "Rechen und Aufräumen" verbringen, und sie hätten keine Probleme, sagte Trump. Die finnische Zeitung "Ilta-Sanomat" zitierte Niinisto am Sonntag mit den Worten, er habe mit Trump zwar über das finnische System zur Waldbrandprävention gesprochen. Dabei sei es aber nicht ums "Rechen" gegangen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Bericht der "New York Times"
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